Für Opa

Bastian Schweinsteiger, seit Wochen einer der besten Bayern, widmet seinen Treffer zum 4:0 dem verstorbenen Großvater. "Ich habe meiner Oma versprochen, dass ich ein Tor für ihn schieße."
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Der Pokal und Bastian Schweinsteiger führen die Jubel-Bayern an
GES/Augenklick Der Pokal und Bastian Schweinsteiger führen die Jubel-Bayern an

Bastian Schweinsteiger, seit Wochen einer der besten Bayern, widmet seinen Treffer zum 4:0 dem verstorbenen Großvater. "Ich habe meiner Oma versprochen, dass ich ein Tor für ihn schieße."

MÜNCHEN Es war nicht nur die Perfektion seines Treffers, die auffiel. Bastian Schweinsteiger nahm den Ball mit der Brust auf und schoss ihn mit dem rechten Außenrist flach zum 4:0 (84.) ins Tor. Ein Treffer, der den Verlauf des Spiels nicht mehr ändern sollte, den Schweinsteiger aber doch feierte, als sei es der entscheidende gewesen. War’s ja auch: für ihn selbst. Und die, die ihm nahestehen.

Schweinsteiger blickte gen Himmel, er hob die Hände, streckte die Zeigefinger in die Höhe. Später tanzte er mit der Eckfahne, hielt sie wie ein Mikrofon, er sang und sprang mit dem Pokal auf die Betonbrüstung im Olympiastadion.

„Für mich war es ein besonderes Tor, und darauf bin ich stolz“, sagte Schweinsteiger später. Er spielt gerade die Saison seines Lebens. Als erster Spieler der Bayern-Geschichte hat er zum fünften Mal ein Double gewonnen, das hat kein Maiermüllerbeckenbauer vor ihm geschafft. Bastian Schweinsteiger ist seit Wochen in bestechender Form, auch im Pokalfinale war er einer der besten Bayern. Doch das war nicht der Grund, weswegen er so jubelte. „Es war eigentlich ein trauriger Anlass“, verriet er später und hielt einen Moment inne. „Mein Opa ist vergangene Woche gestorben. Da habe ich meiner Oma versprochen, dass ich ein Tor schieße für Opa. Dass es noch geklappt hat, freut mich umso mehr.“

Schweinsteiger ist gereift, das hat er auch Louis van Gaal zu verdanken, dem Trainer. „Ich habe noch nie in einer Mannschaft gespielt, in der es so viel Spaß macht“, sagte er später. „Ich bin stolz auf diese Mannschaft.“

Der Hallodri in ihm ist längst dem Anführer gewichen, der die Mannschaft mitreißt. „Wir dürfen nicht zu viel von Mailand reden“, mahnte er seine Kollegen noch, die von nichts anderem sprachen als vom Champions-League-Finale. Und als die meisten Spieler sich nachts auf dem Bankett Richtung Diskothek verabschiedeten, nahm er seine Sarah an der Hand und sagte: „Wir gehen nach Hause.“

Gunnar Jans

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