Kommentar

Frauen des FC Bayern machen Hoffnung auf internationale Erfolge

Die Frauen des FC Bayern entwickeln sich national zum Branchenprimus, international fehlt es aber noch etwas. Das findet AZ-Reporterin Victoria Kunzmann.
von  Victoria Kunzmann

Die Bayern-Frauen sind die beste Frauen-Mannschaft Deutschlands – das ist seit dem Titel-Hattrick vom vergangenen Sonntag amtlich. Mit der siebten Meisterschaft in der Bundesliga insgesamt sind sie mit den beiden Rekordmeistern VfL Wolfsburg und 1. FFC Frankfurt gleichgezogen.

Hainer: "Nächster Schritt muss sein, in Europa ganz vorne reinzukommen"

Am Donnerstag soll der DFB-Pokal hinzukommen. Die Einträge in die Geschichtsbücher mehren sich, die Münchnerinnen entwickeln sich langsam dorthin, wo die Männer seit vielen Jahren sind: auf dem deutschen Fußball-Thron.

Doch die Bayern wären nicht die Bayern, würde ihnen diese Liga-Dominanz genügen. Sie wollen höher hinaus. In der Champions League weit(er) kommen ist das Ziel. Das formulierte Präsident Herbert Hainer am Sonntag deutlich: "Der nächste Schritt muss sein, in Europa ganz vorne reinzukommen." An diesem Vorhaben scheiterten die Bayern-Frauen bislang noch Jahr für Jahr. Nur einmal, 2020, erreichte der Klub das Halbfinale der Königsklasse.

FCB zeigte gegen Lyon phasenweise das Potenzial

Immerhin: Heuer zeigten sie dort im Viertelfinale gegen Weltklasseklub Olympique Lyon phasenweise, was mit dieser Mannschaft möglich ist. Das macht Hoffnung – für eine nahe Zukunft, in der die Bayern-Frauen vor allem international gefragt sind. Das ist die neue Erwartung des Klubs – das muss aber auch der Anspruch der nationalen und internationalen Topspielerinnen im Kader sein.

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