FC Bayern München: Fliegt James Rodríguez trotz Verletzung nach Kolumbien?

Kolumiens Nationalcoach José Pekerman soll sich Medienberichten aus Kolumbien zufolge in München mit Bayern-Coach Carlo Ancelotti getroffen haben. Der Italiener ist dem Thema gegenüber durchaus aufgeschlossen.
von  sid
James Rodríguez hatte sich am Dienstag zurückhaltend geäußert.
James Rodríguez hatte sich am Dienstag zurückhaltend geäußert. © firo/Augenklick

Kolumbiens Nationalcoach José Pekerman soll sich Medienberichten aus Kolumbien zufolge in München mit Bayern-Coach Carlo Ancelotti getroffen haben. Der Italiener ist dem Thema gegenüber durchaus aufgeschlossen.

München - James Rodríguez steht der kolumbianischen Nationalmannschaft trotz seiner Oberschenkelverletzung möglicherweise doch in der WM-Qualifikation zur Verfügung.

"Er ist im Plan. Wir kontrollieren ihn am Montag und danach entscheiden wir, ob er in der Nationalmannschaft spielen kann", sagte Trainer Carlo Ancelotti am Freitag über den prominenten Neuzugang des FC Bayern. Wenn James fit sei, "ist das okay für mich".

James fällt gegen Werder Bremen aus

Das Risiko ist aber groß. Der 26-Jährige hatte sich am 1. August einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen und trainiert derzeit nur individuell. James, der auch am Samstag (15:30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) bei Werder Bremen ausfällt, würde ohne Spielpraxis zur Nationalmannschaft fliegen.

Kolumbien, derzeit Zweiter in der Südamerika-Gruppe, spielt am 31. August in Venezuela und empfängt am 5. September Brasilien.

Bayern und die weiten Reisen der Südamerikaner

James hatte sich am Dienstag bei einem Adidas-Termin zu dem Thema zurückhaltend geäußert. "Das muss Bayern mit dem kolumbianischen Verband abklären. Ich bin nur Angestellter. Man muss schauen, was passiert", sagte die Leihgabe von Real Madrid.

Nationalcoach José Pekerman (67) soll sich Medienberichten aus Kolumbien zufolge sogar in München mit Ancelotti getroffen haben. Grundsätzlich sind den Bayern die weiten Reisen ihrer südamerikanischen Stars wie etwa bei Arturo Vidal (Chile) oder in der vergangenen Saison bei Douglas Costa (Brasilien) zu Länderspielen ein Dorn im Auge.

Die Spieler würden "zum Teil nicht seriös behandelt", hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zuletzt einmal moniert. Für die Vereine besteht aber Abstellungspflicht.

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