Boateng: "Manchmal spreche ich auch mit mir selbst"
München - Boateng hat nach eigener Aussage "sehr hart daran gearbeitet", für sich selbst und sein Spiel die nötige Stabilität zu erlangen. "Erst einmal habe ich versucht, mich nicht unter Druck zu setzen", sagte der Innenverteidiger des deutschen Rekordmeisters Bayern München im Gespräch mit der SZ: "Das ist das Wichtigste, sonst verkrampft man und überzieht erst recht."
Er habe außerdem irgendwann damit begonnen, sich im Spiel "ein wenig selbst zu coachen. Ich habe mir also angewöhnt, den Ball nie aus den Augen zu verlieren, wenn wir angreifen, und manchmal spreche ich dann auch mit mir selbst", erzählte der 27-Jährige: "Das hilft mir, wach und konzentriert zu bleiben."
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Bei den Bayern haben ihm vor allem zwei Trainer in seiner Entwicklung weitergebracht, verriet Boateng der SZ: "Jupp Heynckes hat dasselbe gesagt wie mein Vater: Dass ich nicht jeden Ball, den das Team verloren hat, alleine zurückerobern muss." Pep Guardiola habe ihm dann nach seiner Ankunft in München "gleich ein paar Szenen vorgespielt und gesagt: Schau, diese Szene kann nicht sein als Abwehrspieler, diese Szene auch nicht. Als Abwehrspieler darfst du nicht zu Boden gehen." Es habe ihn sehr an Guardiola beeindruckt, wie gut vorbereitet dieser nach München gekommen sei. "Er wusste alles über mein Spiel", sagte Boateng.
Die entscheidenden Ereignisse in seinem Leben als Fußballprofi seien der WM-Titel in Brasilien und der Champions-League-Sieg mit den Bayern gewesen: "Nach der Champions League habe ich gedacht: Du kannst es, und da geht noch mehr!"