Der Bänder-Schock!
MÜNCHEN - Lars Bender muss am Dienstag am Syndesmoseband operiert werden - er fällt bis zum Jahresende aus.
Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Der nächste Löwen-Star muss unters Messer. Am Montag Nachmittag verschickte der TSV 1860 die neueste Horror-Meldung: Lars Bender (19), zuletzt einer der Hoffnungsträger der Blauen, wird am Dienstag in der Gräfelfinger Wolfartklinik von Vereinsarzt Dr. Erich Rembeck operiert. Der U20-Nationalspieler zog sich beim 3:1 gegen Fürth kurz vor der Pause eine Syndesmoseband-Ruptur im linken Sprunggelenk zu. Eine Kernspintomografie brachte am Montag die niederschmetternde Diagnose. Es ist die erste schwere Verletzung für den hochbegabten Mittelfeldspieler. Bender fällt bis zum Jahresende sicher aus.
Für Trainer Marco Kurz ist der Bender-Ausfall der nächste Schock. Was heißt das für die Löwen? Der Trainer muss notgedrungen zum Improvisationiskünstler werden: Das Personal wird vor dem Duell in Osnabrück (Sonntag, 14 Uhr) immer kleiner. „Das ist typisch für dieses Saison. Ich dachte“, so Abwehrchef Gregg Berhalter gestern zur AZ, „dass wir letzte Saison eine Verletzungsmisere hatten. Aber das jetzt, toppt das alles noch. Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken.“ Vor Bender wurden bereits Markus Schroth (Knorpelschaden), Danny Schwarz (Meniskusschaden), Berkant Göktan (Fuß-Verletzung) und zuletzt Daniel Bierofka (Bandscheibe) operiert.
Oliver Griss
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