Bayerns Kampf um Kämpf
LANDSHUT - Der Starspieler sollte es richten. Immer wieder versuchte es Justin Allen, der Star der Basketballer von TG Renesas Landshut. Es nützte aber nichts: Das Bayern-Bollwerk hielt, am Ende hieß es 91:77 für den FC Bayern in dieser Spitzenpartie der Regionalliga Südost. „Sie haben es mit der Brechstange versucht“, kommentierte Bayern-Manager Thomas Oehler.
Mit der Brechstange und eindimensional. Es war zu vorhersehbar, was Landshuts Trainer Georg Eichler, der ehemalige Schützling von Bayern-Coach Georg Kämpf, versuchte. So blieben er und sein Star auch ohne Erfolg. Kämpf selbst ließ sein Team „einfach unseren Stiefel herunterspielen“, so Oehler, „die Coachingleistung hat den Unterschied gemacht.“
Eine Laudatio auf Kämpf, eine Watschn für Eichler. Mit Folgen: Bei sechs ausstehenden Spielen, zwei Zählern Vorsprung und dem gewonnenen direkten Vergleich ist dem FC Bayern der Aufstieg in die 2.Bundesliga Pro B nur noch theoretisch zu nehmen. „Wir haben alle Trümpfe in der Hand“, sagt Georg Kämpf.
„Wenn wir nicht aufsteigen, verlasse ich den Verein“
„Wenn wir nicht aufsteigen, verlasse ich den Verein“, hatte Kämpf vor der Partie der AZ gesagt. „Den Umkehrschluss“, dass er nun in München bleibe, „bewirkt dieser Sieg allerdings nicht“, sagt der Bayern-Coach, dessen Vertrag ausläuft. „Dafür müssen Signale vom Verein kommen.“
Geht es nach Manager Oehler, wird der FC Bayern ihm diesen Wunsch erfüllen: „Wir wollen ihn definitiv behalten.“ Und Kämpf sendete bereits klare Signale: „Wir haben eine tolle Mannschaft, und in München gefällt es mir sehr gut.“
Wird Kämpf den Bayern also treu bleiben und auch in der 2. Liga mit „seiner Coachingleistung“ den Unterschied machen? Oehler: „Ich habe ein gutes Gefühl.“
Na, dann. Julian Galinski
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