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Die AZ testet Skigebiete:Heute das Freeride-Paradies Kaunertaler Gletscher.
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Die Freerider sind in Fieberbrunn zu Gast: Auch Sebastian Hannemann
Michael Neumann/Red-Gun.com Die Freerider sind in Fieberbrunn zu Gast: Auch Sebastian Hannemann

MÜNCHEN - Die AZ testet Skigebiete:Heute das Freeride-Paradies Kaunertaler Gletscher.

Gleich vorweg: Es war ein genialer Skitag am vergangenen Samstag am Kaunertaler Gletscher in Tirol. Der Föhn schlug dem Winter noch einmal ein Schnippchen: Temperaturen bis zu acht Grad auf 3000 Metern, blauer Himmel und eine phantastische Fernsicht. Und das bei einer Schneelage, die schon überraschend gute Abfahrten auch neben der Piste erlaubt. Bereits im August hat es hier zum ersten Mal geschneit, seit 20. September sind die Lifte offen. 163 Zentimeter Schnee sind es im Moment. Der letzte Neuschnee fiel am Freitag.

Der Weg ins Kaunertal ist zwar weit und die 26 Kilometer lange Serpentinenstraße hinauf von Feichten zieht sich, doch es ist die Mühe wert. Im Vergleich zu anderen Gletschern geht es hier noch relativ gemütlich zu.

Oben am großen Parkplatz auf 2750 Meter Höhe hat man einen guten Blick auf das gesamte Skigebiet unterhalb der Weißseespitze (3518 Meter). Das Publikum: Rennteams, viele Youngsters, die ab dem späten Vormittag den riesigen Snowpark bevölkern und neben normalen Pistenfahrern auch schon viele powder-hungrige Freerider auf ihren breiten Latten.

Das Kaunertal hat sich nämlich seit der Einführung seines „Check your line"-Freeride-Konzeptes vor zwei Jahren zum echten Hotspot für Freerider entwickelt.

Zum Einfahren geht es erst einmal wieder runter. Auf griffigen, gut präparierten und abwechslungsreichen roten Pisten zur Talstation des Ochsalm-Liftes auf 2150 Metern. Abseits zu fahren empfiehlt sich hier noch nicht. Das geht besser oben, den langen Doppel-Schlepper hinauf auf das Falginjoch (3180 Meter). Dann entweder die klassische Freeride-Abfahrt zum Einfahren gleich links neben dem Lift hinunter, die aber schnell zerfahren ist.

Ein bisschen weiter rechts vom Lift wird es schon besser, weil alpiner. Wer hier fahren will, sollte schon gut auf den Skiern stehen und die alpinen Regeln beachten. Eine andere schöne Variante ist die Abfahrt direkt unterhalb der Weißseespitze. Hier in den Schattenhängen kommt echtes Powderfeeling auf. Auch an den Nörderjoch-Schleppliften können Freigeister, die nicht auf der Piste bleiben wollen, schon ein bisschen nebenher fahren. Aber große Angst ums Material darf man hier derzeit nicht haben.

Ein Erlebnis: Die Aussicht auf das gesamte westliche Alpenpanorama oben auf der neuen, behindertengerechten Aussichtsplattform an der Karlesjochbahn auf 3108 Meter Höhe. Kein wirklich prickelndes Erlebnis: das Essen und die Preise im Gletscherrestaurant.

Petra Rapp

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