Mimi Fiedler offenbart sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit: "Ich habe den diffusen Schmerz weggetrunken"

Mit ihrer Alkohol-Erkrankung geht Mimi Fiedler seit Jahren offen um. Jetzt hat sie über einen Grund ihrer Abhängigkeit gesprochen: Die Schauspielerin wurde in ihrer Kindheit sexuell missbraucht.
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Mimi Fiedler erzählt in ihrem Buch "Trinkerbelle" über sexuellen Missbrauch, den sie in ihrer Kindheit erlebt hat. (Archivbild)
Mimi Fiedler erzählt in ihrem Buch "Trinkerbelle" über sexuellen Missbrauch, den sie in ihrer Kindheit erlebt hat. (Archivbild) © IMAGO / STAR-MEDIA

Man kann kaum erahnen, was in Mimi Fiedler beim Schreiben ihres neuen Buches "Trinkerbelle" vorgegangen sein muss. Die Schauspielerin spricht darin über ihre Sucht nach Alkohol und berichtet auch Schockierendes aus ihrer Kindheit.

Mimi Fiedler wurde "als Kind sexuell missbraucht"

Die Sucht-Erkrankung von Mimi Fiedler ist kein Geheimnis, seit Jahren geht sie mit diesem sehr persönlichen Thema offen um und will aufklären. Im Sommer 2022 sprach sie sogar von einem Beinahe-Rückfall, als sie durch einen alten Tagebucheintrag getriggert wurde. Diesen Zustand beschrieb sie damals als Saufdruck. Jetzt hat sie offenbart, was einer der Gründe für ihren Alkoholkonsum war.

"Die meisten Alkoholsüchtigen trinken, weil sie versuchen, seelische Schmerzen zu betäuben, ... um zu vergessen. Das war auch bei mir der Fall", sagt Mimi Fiedler im Gespräch mit "Bunte". Die Schauspielerin hat in ihrer Kindheit Traumatisches erlebt, wie sie erklärt: "Ich habe lange damit gehadert, wie viel Raum ich meiner Geschichte gebe. Nämlich, dass ich als Kind sexuell missbraucht wurde."

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Alkoholsucht bei Mimi Fiedler: "Ich habe den diffusen Schmerz weggetrunken"

Später habe sie versucht, das Erlebte durch Alkohol zu verarbeiten und geriet dadurch in den Strudel der Sucht. "Ich habe einen diffusen Schmerz weggetrunken, von dem ich nicht wusste, woher er kommt – bis ich eine erwachsene Frau und Mutter von 35 Jahren war", sagt sie dazu. Inzwischen ist Mimi Fiedler trocken und hat sogar das Unglaubliche geschafft – dem Täter zu vergeben. "Das hat mich und meine Familie vor Bitterkeit geschützt."

Für die Eltern der Schauspielerin war der Missbrauch, den ihre Tochter erlebt hat, ebenfalls schwer zu verarbeiten. "Eltern wollen ja nichts anderes, als ihre Kinder zu beschützen. Und zu realisieren, dass sie das nicht konnten, das war schlimm für sie." Zu ihrer Mutter und ihrem Vater hat Mimi Fiedler ein gutes Verhältnis, bezeichnet die beiden sogar als "meine besten Freunde".

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