Colin Firth: "Die Todesstrafe ist ein Systemfehler"

Der britische Schauspieler Colin Firth setzt sich in einem Interview für eine Abschaffung der Todesstrafe ein. Sie sei ein Systemfehler. Seit seiner Rolle in "Devil's Knot" lässt ihn diese Frage offensichtlich nicht mehr los.
von  (dr/spot)
Spricht sich für eine Abschaffung der Todesstrafe aus
Spricht sich für eine Abschaffung der Todesstrafe aus © Paul A. Hebert/Invision/AP

Der Schauspieler Colin Firth (54, "Ich darf nicht schlafen") findet in einem Interview mit dem Magazin "Focus" deutliche Worte über die Todesstrafe. Sie sei in seinen Augen ein Systemfehler, "den es abzuschaffen gilt". In dem Film "Devil's Knot" spielt der Brite einen Ermittler, der sich für drei unter Mordverdacht stehende Jugendliche einsetzt. Der als "West Memphis Three" in die Geschichte eingegangene Fall beschäftigt Firth offensichtlich auch nach den Dreharbeiten.

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1994 wurden drei Tatverdächtige wegen Mordes verurteilt und erst 2011 wieder freigelassen, auch weil eine spätere DNA-Analyse eine Täterschaft der drei Verurteilten nahezu ausgeschlossen hatte. "Hier wurden Spuren nicht verfolgt, Beweise nicht zugelassen, Dinge nicht beachtet, weil man es nicht wollte", sagte Firth. Auslöser seien damals Zeitdruck und Paranoia gewesen, "die sich aus der Angst und dem Bedürfnis, einen Schuldigen zu präsentieren", entwickelt hätten.

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