Verwandtenaffäre: 16 Abgeordnete schlossen Last-Minute-Verträge

12 CSU-ler haben kurz vor dem Einstellungsverbot für Verwandte ersten Grades noch Last-Minute-Verträge geschlossen. Aber auch vier Abgeordnete einer weiteren Partei ließen den Ruf des Landtags leiden. Um wen es sich handelt
dpa |
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12 CSU-ler haben kurz vor dem Einstellungsverbot für Verwandte ersten Grades noch Last-Minute-Verträge geschlossen. Aber auch vier Abgeordnete einer weiteren Partei ließen den Ruf des Landtags leiden. Um wen es sich handelt

München - Im bayerischen Landtag haben im Jahr 2000 kurz vor dem Einstellungsverbot für Ehepartner, Eltern und Kindern noch 16 Abgeordnete Last-Minute-Arbeitsverträge mit ihren Familienmitgliedern geschlossen.

Lesen Sie hier: Verwandten-Affäre - SPD-Geschäftsführer Güller tritt zurück

Die Liste der Abgeordneten

Landtagspräsidentin Barbara Stamm veröffentlichte am Dienstag die Liste der 12 CSU- und vier SPD-Abgeordneten. Bisher war von 34 Namen die Rede, nach der Untersuchung durch das Landtagsamt waren es aber nur knapp halb so viele. Davon unabhängig räumte Stamm ein, dass der Ruf des Landtags gelitten hat: „Ich bedauere, dass das Ansehen des Parlaments so gesunken ist“, sagte sie bei einer Pressekonferenz. Wie bereits bekannt, hatten auch drei heutige CSU-Kabinettsmitglieder im letzten Moment noch Verwandte eingestellt: Agrarminister Helmut Brunner, Innenstaatssekretär Gerhard Eck und Kultusstaatssekretär Bernd Sibler.

Stamm hofft, dass die Aufklärung nun im wesentlichen abgeschlossen ist: „Was die Altfälle betrifft, wüsste ich nicht, was wir an Transparenz noch aufbringen können.“

 

 

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