USA weisen Kritik an Golanhöhen-Beschluss zurück

Die USA haben im UN-Sicherheitsrat ihre umstrittene Entscheidung verteidigt, die von Israel annektierten Golanhöhen formell als israelisches Staatsgebiet anzuerkennen.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Protest in Syrien gegen US-Präsident Trumps unterzeichnete Proklamation, welche die Golanhöhen als Staatsgebiet Israels anerkennt.
SANA/dpa Protest in Syrien gegen US-Präsident Trumps unterzeichnete Proklamation, welche die Golanhöhen als Staatsgebiet Israels anerkennt.

New York - Die USA haben im UN-Sicherheitsrat ihre umstrittene Entscheidung verteidigt, die von Israel annektierten Golanhöhen formell als israelisches Staatsgebiet anzuerkennen.

Die Menschen lebten dort schon seit Jahrzehnten nach israelischem Recht und die Golanhöhen dürften nicht unter die Herrschaft Syriens und des Irans fallen, sagte der stellvertretende UN-Botschafter der USA am Mittwochabend (Ortszeit) in New York. Die Entscheidung der USA werde die UN-Friedensmission in der Region nicht beeinträchtigen, versicherte Rodney Hunter anlässlich der von Syrien beantragten Sondersitzung des mächtigsten UN-Gremiums.

Der stellvertretende russische UN-Botschafter Wladimir Safronkow bezeichnete die Entscheidung der USA als "null und nichtig", da sie gegen UN-Resolutionen und das Völkerrecht verstoße.

US-Präsident Donald Trump hatte die von Israel annektierten Golanhöhen am Montag im Alleingang formell als Staatsgebiet Israels anerkannt und damit eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik vollzogen. Die EU erkennt die Golanhöhen dagegen weiterhin nicht als Staatsgebiet Israels an. Und auch die Vereinten Nationen stellten klar, es bleibe bei ihrer bisherigen Position in der Frage.

Israel hatte das strategisch wichtige Felsplateau oberhalb des Sees Genezareth 1967 erobert und 1981 annektiert. Das wurde international aber nicht anerkannt. Nach internationalem Recht gelten die Golanhöhen als von Israel besetztes Territorium Syriens.

Deutschlands UN-Botschafter Christoph Heusgen bezeichnete es als "zutiefst zynisch", dass ausgerechnet Syrien den Schritt der USA als Bruch des Völkerrechts beklage. Schließlich sei die syrische Führung für "grausame Verbrechen, skrupellose Brutalität und Verstöße gegen internationales Recht und Menschenrechte" bekannt, sagte Heusgen.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.