Selbstmordanschlag auf Polizeicamp in Libyen

Bei einem Anschlag auf eine Polizei-Ausbildungsstätte sind in Libyen mindestens 50 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Bisher ist noch unbekannt, wer hinter dem Anschlag steckt.
Lukas Schauer / Onlineredaktion |
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Bei dem Selbstmordanschlag auf ein Trainingscamp der Polizei in Westlibyen sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Lana mindestens 50 Menschen getötet und 127 verletzt worden. Die Agentur berief sich dabei auf den örtlichen Krankenhausdirektor der betroffenen Stadt Sliten.

Der Stadtrat teilte am Donnerstag mit, ein mit Sprengstoff gefüllter Lastwagen sei in der Nähe einer Gruppe von Polizisten explodiert. Auf dem Gelände würden Sicherheitskräfte der Küstenwache ausgebildet. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Ähnliche Angriffe waren in der Vergangenheit vom libyschen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt worden. Der IS beherrscht in dem Land einen Küstenstreifen am Mittelmeer rund um die Stadt Sirte. Sliten ist allerdings nicht für die Anwesenheit von Dschihadisten bekannt.

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