Mattis: USA wollen keinen Krieg mit Nordkorea

Im Konflikt um das Atomprogramm Nordkoreas hat US-Verteidigungsminister James Mattis unterstrichen, dass Washington eine friedliche Lösung anstrebt.
von  dpa

Der Konflikt zwischen Amerika und Nordkorea schaukelte sich in den vergangenen Monaten bisweilen bedenklich hoch. US-Verteidigungsminister Mattis betont nun, dass Washington eine friedliche Lösung anstrebt.

Seoul - Im Konflikt um das Atomprogramm Nordkoreas hat US-Verteidigungsminister James Mattis unterstrichen, dass Washington eine friedliche Lösung anstrebt.

"Wie schon Außenminister (Rex) Tillerson klar gemacht hat, ist unser Ziel nicht Krieg, sondern die vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel", sagte Mattis laut Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag bei einem Besuch der stark befestigten innerkoreanischen Grenze. Mattis war zuvor zu sicherheitspolitischen Gesprächen in Südkorea eingetroffen.

Der Ausflug zum Grenzort Panmunjom in der demilitarisierten Zone (DMZ) zeige die großen Unterschiede zwischen beiden koreanischen Staaten, wurde Mattis zitiert. Er warf der nordkoreanischen Führung um Machthaber Kim Chongun vor, ein "Unterdrückungsregime" zu unterhalten, das seine eigenen Bürger in Fesseln lege. Südkorea sei dagegen eine lebendige Demokratie und eine freie Gesellschaft.

Trump drohte bereits mehrfach mit Alleingängen gegen Pjöngjang

Am Samstag kommt Mattis mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Song Young Moo, der ihn auch beim Besuch der Grenze begleitet hatte, zu jährlichen Sicherheitskonsultationen beider Länder zusammen. Dabei steht das weitere Vorgehen im Konflikt mit Nordkorea und die gemeinsame Abschreckung im Mittelpunkt.

Die Spannungen in der Region haben sich nach neuen Raketen- und Atomtests Nordkoreas in den vergangenen Monaten deutlich verschärft. US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach mit Alleingängen gegen Pjöngjang gedroht.

Unterdessen soll die in Nordkorea seit einer Woche festgehaltene Besatzung eines südkoreanischen Fischkutters wieder freikommen. Die Regierung in Pjöngjang habe dies aus humanitären Gründen beschlossen, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Freitag.

Die "391 Hungjin" war am Samstag nordkoreanischen Angaben zufolge "absichtlich" in Gewässer des kommunistischen Staates im "Koreanischen Ostmeer" eingedrungen, berichtete KCNA. "Koreanisches Ostmeer" ist Nordkoreas Bezeichnung für das Japanische Meer. Die Besatzung habe demnach ihr Vergehen offen zugegeben, sich mehrmals entschuldigt und um Nachsicht gebeten.

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