Kommission legt Abschlussbericht zum Terrorfall Al-Bakr vor

Gut drei Monate nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in einer Leipziger Haftanstalt legt eine Expertenkommission heute ihren Abschlussbericht zu dem Fall vor.
dpa |
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Ein Polizeiwagen steht am 12. Oktober vor der Justizvollzugsanstalt (JVA) Leipzig.
Jan Woitas/dpa Ein Polizeiwagen steht am 12. Oktober vor der Justizvollzugsanstalt (JVA) Leipzig.

Gut drei Monate nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in einer Leipziger Haftanstalt legt eine Expertenkommission am Dienstag ihren Abschlussbericht zu dem Fall vor.

Dresden - Eine Expertenkommission legt am Dienstag gut drei Monate nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in einem Leipziger Haftanstalt ihren Abschlussbericht zu dem Fall vor. Das von der sächsischen Landesregierung eingesetzte Gremium sollte unter anderem klären, warum der 22-jährige Syrer beim Zugriff der Polizei in Chemnitz zunächst entkommen und sich später dann in der Untersuchungshaft das Leben nehmen konnte.

Zunächst wird das Expertenteam um den früheren Karlsruher Verfassungsrichter Herbert Landau in Dresden das Kabinett von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) unterrichten. Anschließend sollen der Landtag und danach die Öffentlichkeit informiert werden.

Lesen Sie auch: Kontakt mit Verdächtigen - Bericht: Zwölfjähriger sorgte für Festnahme der Terrorverdächtigen

In dem knapp 200 Seiten umfassenden Bericht beleuchtet die Kommission die zunächst misslungene Festnahme des Terrorverdächtigen Anfang Oktober in Chemnitz und seinen späteren Suizid in der Justizvollzugsanstalt Leipzig. Außerdem wollen die Experten Empfehlungen für den künftigen Umgang mit Terrorverdächtigen geben.

Al-Bakr war Anfang Oktober nach der gescheiterten Festnahme von Chemnitz nach Leipzig gefahren, dort von Landsleuten überwältigt und der Polizei übergeben worden. Zwei Tage später hatte er sich in der Untersuchungshaft mit dem T-Shirt seiner Anstaltskleidung an einem Zellengitter erhängt.

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