Experte: Kirchen können Bedeutungsrückgang nicht stoppen

Die Kirchen in Deutschland verlieren mehr und mehr an Bedeutung - laut einer Untersuchung eines Religionssoziologen kann man dagegen auch nichts unternehmen.
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Detlef Pollack ist Sprecher des Exzellenzclusters "Religion und Politik" an der Westfälischen Wilhelms-Universität. Foto: Westfälische Wilhelms-Universität/BHeeke
dpa Detlef Pollack ist Sprecher des Exzellenzclusters "Religion und Politik" an der Westfälischen Wilhelms-Universität. Foto: Westfälische Wilhelms-Universität/BHeeke

Münster - Die Kirchen können nach Ansicht eines Religionssoziologen nicht viel gegen Mitgliederschwund und Bedeutungsrückgang ausrichten.

"Die Kirchen sind dieser Abwendung der Gläubigen häufig machtlos ausgeliefert", sagte Prof. Detlef Pollack in einer Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Gründe dafür sieht er in einer zunehmenden Gleichgültigkeit der Menschen gegenüber Religion sowie in einer wachsenden Konkurrenz durch weltliche Angebote: "Viele Menschen finden einfach anderes wichtiger."

Es gebe für Kirchen allenfalls kleine Stellschrauben, den Trend abzufedern. "Kirche behauptet sich dort, wo sie sich mit nicht-religiösen Dingen verbindet und so in die Gesellschaft ragt", sagte Pollack. Dies zeige sich etwa dann, wenn Kirche sich gesellschaftlich einmische.

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Pollack stellt seine Untersuchung "Religion in der Moderne" am Mittwoch in Münster vor. Darin kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Religion im Vergleich zu anderen Lebensbereichen wie Familie, Freizeit oder Beruf für eine Mehrheit der Menschen nur noch einen geringen Stellenwert einnimmt.

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