CSU-Krisenklausur: Ohne Blankoscheck

Angela Böhm, Landtagskorrespondentin, über den Ausgang der CSU-Krisenklausur und Seehofers Zukunft.
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Das Verfalldatum von Horst Seehofer steht fest: 2018 ist Schluss. Da wird er nicht mehr als bayerischer Ministerpräsident antreten. Das hat er zumindest versprochen. Bayern und der Rest der Republik werden nun die letzten Jahre von Horst Seehofer als Spitzenpolitiker erleben. Die werden nicht einfach werden. Nicht für ihn selbst. Und nicht für seine Partei. Zwar hat Horst Seehofer bei der Krisensitzung demonstriert, dass er auch anders kann und nicht mehr den alten Patriarchen geben will.

Aber kann sich ein Mensch wie er, ein Alpha durch und durch, ein Egoist bis auf die Knochen, mit 65 Jahren überhaupt noch so grundlegend ändern? Wichtiger als die Hoffnung auf die Bekehrung des großen Horst ist jedoch die neue Basis, die die CSU bei ihrer Krisensitzung mit ihrem Vorsitzenden gefunden hat: Seehofer weiß nun, dass seine Partei bereit ist, ihn zur Ordnung zu rufen. Dass sie ihm nicht mehr alles durchgehen lässt.

Dass er nicht mehr ungestraft über seine Parteifreunde herziehen kann. Dass er nicht mehr der Herr der einsamen Entscheidungen ist. Die CSU hat ganz einfach ihren Blankoscheck zurückgezogen, den sie Seehofer für die Wahlen ausgestellt hatte. Das Fell des Bären wird in der CSU in den kommenden drei Jahren verteilt. Geräuschlos wird das sicher nicht über die Bühne gehen. Aber ohne mich bei der Abendzeitung. Nach 34 aufregenden Jahren, unzähligen Schlagzeilen und als kritische Begleiterin der Landespolitik bin ich dann mal weg.

 

 

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