Bundeskanzlerin Merkel trifft Bürger in Duisburg-Marxloh

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Dienstag das Duisburger Problemviertel Marxloh besuchen. Im Rahmen ihres Bürgerdialogs unter dem Motto "Gut leben in Deutschland" tauscht sie sich bei einer Diskussion mit 50 bis 60 Vertretern von Stadt, Verbänden und einer Bürgerinitiative aus.
Duisburg - Duisburg-Marxloh geriet zuletzt wegen Straßenkriminalität und gewalttätigen Ausschreitungen gegen die Polizei in die Schlagzeilen. Die Polizeigewerkschaft befürchtet das Entstehen eines rechtsfreien Raums.
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) wehrt sich indessen gegen ein Abstempeln des Problemviertels Marxloh als sogenanntes "No-Go-Area". Vor Merkels Besuch sagte er der Zeitung "Bild", der Stadtteil sei von Zuständen, wie man sie in solchen Gegenden vermutet, "meilenweit entfernt".
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Zwar gebe es in Marxloh Arbeitslosigkeit, bildungsferne Schichten und Schwierigkeiten im Zusammenleben. Dennoch sei Marxloh aber "ein pulsierender, bunt aufgestellter Stadtteil, der für gutes und friedliches Zusammenleben steht" und in dem es sich sehr gut leben lasse. Er hoffe, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrem Besuch "das Gehörte erinnert, wenn in Berlin Entscheidungen anstehen - zum Beispiel, die Asylverfahren zu beschleunigen".