Bob Woodward zeichnet in neuem Buch verheerendes Bild von Donald Trumps Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump muss vor einem neuen Buch zittern. Pulitzer-Preisträger Bob Woodward berichtet in "Angst - Trump im Weißen Haus" von beängstigenden Zuständen dort.
von  dpa
Der Verlag teilte mit, Bob Woodward (rechts) decke "das erschütternde Leben im Inneren von Präsident Donald Trumps Weißem Haus" auf.
Der Verlag teilte mit, Bob Woodward (rechts) decke "das erschütternde Leben im Inneren von Präsident Donald Trumps Weißem Haus" auf. © Albin Lohr-Jones/Consolidated/dpa, Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump muss vor einem neuen Buch zittern. Pulitzer-Preisträger Bob Woodward berichtet in "Angst - Trump im Weißen Haus"  von beängstigenden Zuständen dort.

Washington - US-Präsident Donald Trump droht von einem neuen Buch von Pulitzer-Preisträger Bob Woodward Ungemach: Die "Washington Post" berichtete am Dienstag unter Berufung auf das der Zeitung vorab vorliegende Buch mit dem Titel "Angst - Trump im Weißen Haus" von beängstigenden Zuständen dort.

Woodward zitiert unter anderem Stabschef John Kelly, der im Kreis von Mitarbeitern über den Präsidenten gesagt haben soll: "Er ist ein Idiot. Es ist sinnlos zu versuchen, ihn von irgendetwas zu überzeugen. Er ist entgleist." Woodward schreibt auch für die "Washington Post".

Trump über Assad: "Lasst uns ihn verdammt nochmal töten"

Nach dem Giftgas-Anschlag auf Zivilisten (darunter viele Kinder) von Syriens Diktator Bashar al-Assad im April 2017, rief Trump den US-Verteidigungsminister Mattis an und sagte ihm, dass er Assad töten wolle.

"Lasst uns ihn verdammt nochmal töten. Lasst uns da reingehen. Lasst uns ganz viele von ihnen töten", soll Trump laut Woodward gesagt haben. Mattis habe dem Präsidenten versichert, dass er sich darum kümmern werde. Aber nachdem er aufgelegt hatte, soll er zu einem anderen Offiziellen gesagt haben: "Wir machen nichts von alle dem. Wir werden viel maßvoller sein."

Trump: Also habe ich ein weiteres schlechtes Buch"

In dem Buch berichtet er nach Angaben der Zeitung, der damalige Wirtschaftsberater Gary Cohn habe "einen Brief von Trumps Schreibtisch gestohlen", mit dem der Präsident ein Handelsabkommen mit Südkorea habe auflösen wollen. Cohn habe einem Mitarbeiter später gesagt, er habe damit die Nationale Sicherheit schützen wollen - und dass Trump das Fehlen des Schreibens nicht bemerkt habe.

Die "Washington Post" veröffentlichte auch einen Mitschnitt und ein Transkript eines Telefonats Trumps mit Woodward nach Abschluss des Buch-Manuskripts. Woodward hatte sich zuvor um ein Interview mit Trump bemüht, das aber nicht zustande kam. Trump sagte in dem Telefonat, niemand habe ihn darüber informiert.

Der Präsident äußert in dem Gespräch bereits die Erwartung, dass das Buch negativ ausfällt, versucht aber, das als belanglos abzutun. "Also habe ich ein weiteres schlechtes Buch, das rauskommt. Große Sache."

Woodwards Buch erscheint am 11. September im Verlag Simon & Schuster. Der Verlag teilte mit, der Autor decke "das erschütternde Leben im Inneren von Präsident Donald Trumps Weißem Haus" auf.

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