AfD-Chef Lucke will keinen Schulterschluss mit Pegida

Angesichts des geplanten Treffens von AfD und Pegida am Mittwoch in Dresden mahnt der Bundesvorsitzende der rechtskonservativen Partei, Bernd Lucke, zur Vorsicht im Umgang mit der Anti-Islam-Bewegung.
dpa |
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Berlin - "Gespräche sind völlig in Ordnung. Wenn man mit einer Bürgerbewegung redet, ist das noch lange kein Schulterschluss", sagte Lucke der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch AfD-Vize-Chef Hans-Olaf Henkel ging auf Distanz.

Die Pegida-Bewegung sei ein neues Phänomen, das noch schwer einzuschätzen sei, sagte Lucke. "Deshalb ist es wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt und Meinungen dazu austauscht, vor allem, da man dieses Phänomen bisher noch nicht so genau einschätzen kann. Ich möchte aber klarstellen: Für die AfD ist Fremdenfeindlichkeit nicht akzeptabel."

Zum "Abendland" gehörten religiöse und politische Toleranz, so Lucke. Pegida-Demonstranten dürfen daran genauso wenig Zweifel lassen wie die etablierten Parteien, "die unangemessen pauschal die politisch andersdenkenden Demonstranten als fremdenfeindlich abstempeln", sagte der Bundessprecher der Alternative für Deutschland (AfD).

Luckes Stellvertreterin, die sächsische AfD-Fraktionschefin Frauke Petry, hat die Organisatoren der Dresdner Pegida-Demonstrationen für diesen Mittwoch zu einem "Gedankenaustausch" eingeladen.

Der stellvertretende AfD-Sprecher Henkel riet seiner Partei, nicht die Nähe von Pegida (Abkürzung für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes") zu suchen. "Wir sollten nicht Pegida nachlaufen, sondern die Vernünftigen unter den Demonstranten von unserem Programm überzeugen", sagte er der "Berliner Zeitung".

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