Test war falsch - Arzt stirbt nach Ebola-Party!

Dr. Martin Salia wurde in Sierra Leone negativ auf Ebola getestet. Zusammen mit seinen Freunden feierte er das Testergebnis. Doch der Test war falsch. Jetzt ist Martin Salia tot. Und seine Freunde bangen um ihr Leben.
az/dpa |
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Dr. Martin Salia ist zwei Tage, nachdem er aus Sierra Leone eingeflogen wurde, in den USA gestorben.
dpa Dr. Martin Salia ist zwei Tage, nachdem er aus Sierra Leone eingeflogen wurde, in den USA gestorben.

Omaha/Frankfurt/Main - In den USA ist der Arzt Dr. Martin Salia an Ebola gestorben. Der 44-Jährige erlag dem tödlichen Virus am Montag im US-Bundesstaat Nebraska, wie das Krankenhaus mitteilte. Der aus Sierra Leone stammende Salia war nur zwei Tage vorher aus Westafrika ausgeflogen worden. Dort wurde er negativ auf Ebola getestet. Vor lauter Freude feierte er eine Party mit seinen Freunden. Doch der Test war falsch!

Salia war bereits mit dem tödlichen Virus infiziert. Jetzt ist er tot und seine Freunde und Kollegen in Sierra Leone, die mit ihm auf der Party gefeiert haben, bangen nun um ihr eigenes Leben.

Den Ärzten zufolge war die Krankheit bei Martin Salia schon weit fortgeschritten. Er hatte schwere Probleme mit seinen Nieren und der Atmung. Der mit einer Amerikanerin verheiratete Salia war der zehnte Ebola-Patient in den USA. Acht der Infizierten konnten wieder geheilt werden.

Die Lufthansa begann unterdessen ein Passagierflugzeug als fliegende Ebola-Station auszurüsten. Seit Montag wird der Airbus A 340 mit dem Namen "Villingen-Schwenningen" bei der Lufthansa-Technik in Hamburg umgebaut, wie ein Lufthansa-Sprecher in Frankfurt bestätigte. Auftraggeber ist die Bundesregierung, um damit die Sicherheit deutscher Helfer in den westafrikanischen Ebola-Gebieten zu garantieren und sie im Infektionsfall schnell ausfliegen zu können.

Laut einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" sollen in das Flugzeug drei hermetisch abgeschirmte Isolationszelte eingebaut werden, in denen Infizierte nicht nur transportiert, sondern auch während des Flugs behandelt werden können. Das Langstrecken-Flugzeug soll bereits Ende November für die Seucheneinsätze zur Verfügung stehen. Die Lufthansa sucht bereits nach Freiwilligen für die Crews.

Aus Angst vor weiteren eingeschleppten Ebola-Fällen werden in den USA nun auch Flugreisende aus dem westafrikanischen Mali bei der Einreise gesundheitlich untersucht. In Westafrika sind der Ebola-Epidemie seit März bereits mehr als 5000 Menschen zum Opfer gefallen.

Der für die Ebola-Hilfe neu aufgenommene Weihnachtshit "Do They Know It's Christmas?" hat Band-Aid-Organisator Bob Geldof (63) zufolge bereits am Tag der Erstveröffentlichung Millionen eingespielt. Die EU erhöhte unterdessen ihre Nothilfe für die Bekämpfung von Ebola nochmals um 29 Millionen Euro auf nunmehr 373 Millionen Euro.

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