So lebte Robinson wirklich

Der britische Archäologe David Caldwell findet auf einer Insel in der Südsee Spuren von Crusoes Hütte und Werkzeug - auf einer kleinen Insel vor der chilenischen Küste. Doch wo ist das Tagebuch?
von  Abendzeitung
Der Schauspieler Pierce Brosnan als Schiffbrüchiger im Film "Robinson Crusoe".
Der Schauspieler Pierce Brosnan als Schiffbrüchiger im Film "Robinson Crusoe". © ZDF/Conny Klein

LONDON - Der britische Archäologe David Caldwell findet auf einer Insel in der Südsee Spuren von Crusoes Hütte und Werkzeug - auf einer kleinen Insel vor der chilenischen Küste. Doch wo ist das Tagebuch?

Unzählige Generationen von Kindern haben mit dem Helden und seinem „Diener“ Freitag mitgefiebert, seit Anfang des 18. Jahrhunderts der Roman „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe erschien. Nacherzählt war in ihm die Geschichte des von seinem Kapitän auf der einsamen Insel „Más a Tierra“ ausgesetzten Matrosen Alexander Selkirk. Jetzt hat ein britischer Archäologe entdeckt, wie Selkirk dort fast viereinhalb Jahre lang überleben konnte.

Der Schotte David Caldwell forscht schon länger auf der Insel vor der chilenischen Küste. Die Archäologen fanden auf einem Hügel Erdlöcher mit Pfählen, in denen einst Pfosten standen, wo „Robinson“ also eine Hütte errichtet haben könnte. Stärkster Beweis aber ist ein Stück Bronze, das nachweislich zu Selkirks Navigationsbesteck gehört. Caldwell vermutet, dass der Matrose den Zirkel als Werkzeug nutzte und ihn dabei abbrach.

Ein Selkirk-Rätsel ist aber, so „Spiegel online“, noch ungelöst: Wo ist das Tagebuch, das der Engländer auf der Insel führte? Caldwell glaubt aufgrund von Indizien, es könne in Deutschland sein – in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin.

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