Neue Studie: Hunde schützen vor Schizophrenie

Hunde haben positive Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden - und auf die psychische Gesundheit. Die Fellnasen können schweren Persönlichkeitsstörungen entgegenwirken.
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Gesund für Menschenkinder: der frühe Kontakt zu Hundekindern.
Petra Schramek Gesund für Menschenkinder: der frühe Kontakt zu Hundekindern.

Hunde haben positive Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden - und auf die Gesundheit. Die Fellnasen können schweren Persönlichkeitsstörungen entgegenwirken.

Eins vorweg: Katzen sind nutzlos. Zumindest, wenn es um Schizophrenie-Prophylaxe geht: Während Katzen keinen Einfluss auf die Entwicklung einer Persönlichkeitsstörung haben, können Hunde das Risiko, an Schizophrenie oder Bipolarität zu erkranken, möglicherweise senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des John Hopkins Children's Center in Baltimore.

Je früher Hund, desto besser für die Psyche

An der Studie nahmen knapp 1.400 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren teil. Das Forscherteam testete je rund 400 Personen mit Schizophrenie und mit bipolarer Störung. Die Kontrollgruppe betrug 600 Personen.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass bei Kindern, die vor ihrem 13. Lebensjahr permanenten Kontakt zu einem Hund als Haustier hatten, die Wahrscheinlichkeit einer Schizophrenie um fast ein Viertel geringer ist – bei Kindern, die bereits bei der Geburt oder zumindest vor dem dritten Geburtstag einen Hund hatten, sogar um bis zu 50 Prozent.

Dass Tierbesitz vor Depressionen schützt und speziell der Kontakt mit Hunden bei bestehender Depression positive Auswirkungen hat, gilt als erwiesen. Bei den neuen Ergebnissen prüfen Forscher nun einen Zusammenhang zwischen psychischer Verfassung und bestimmten Darm-Bakterien.

Familienhunde beugen Allergien vor

Die Wissenschaftler nehmen einen Effekt der Anwesenheit von Hunden auf die Entwicklung von bestimmten Darm-Mikroben an, die auch Allergien verhindern kann. Das wiederum könnte dazu führen, dass es im Körper von Kindern mit Familienhund insgesamt zu weniger Entzündungsreaktionen kommt. Die bei Entzündungen freigesetzten Stoffe - etwa Cortisol - beeinflussen wiederum die Entwicklung des Gehirns. Zur Bestätigung der Ursache sind weitere Forschungen nötig. 

Symptome einer Persönlichkeitsstörung sind Realitätsverlust, gehemmtes logisches Denken und Sozialverhalten, sinnfreie Kommunikation und eine erhöhte Suizidwahrscheinlichkeit. Jährlich sind laut WHO mehr als ein Drittel der Menschen von psychischen Störungen betroffen.

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