Mädchen sind bei Katastrophen besonders gefährdet

Mädchen und junge Frauen sind nach einem neuen Bericht des Kinderhilfswerks Plan bei Katastrophen besonders stark betroffen.
dpa |
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Hamburg - Es bestehe die Gefahr, dass sie bei der Flucht oder in einem Notcamp vergewaltigt werden und im Teenageralter ein Kind bekommen, sagte die Geschäftsführerin von Plan International Deutschland (Hamburg), Maike Röttger, am Freitag bei einem Empfang zum Welt-Mädchentag in Hamburg. "Wenn Überschwemmungen oder ein Erdbeben kommen, sind es meist die Frauen und Kinder, die zu Hause sind."

Die Wahrscheinlichkeit in Folge einer Naturkatastrophe zu sterben, ist für Frauen und Kinder 14-mal höher als für Männer, heißt es in dem diesjährigen Report "Bedroht, bedrängt, benachteiligt - Mädchen und Katastrophen". Eine Studie aus Pakistan von 2010 zeigte auf, dass die infolge der Jahrhundertflut im Sommer desselben Jahres vertriebenen Menschen zu 85 Prozent weiblich waren. Zudem zeigte die Untersuchung, dass während des Tsunamis in Asien im Jahr 2004 rund 45 000 mehr Frauen als Männer starben. Neun von zehn Katastrophen geschehen laut Plan in armen Ländern. Eine solche Krise potenziere die bereits vorhandenen alltäglichen Risiken für Mädchen und junge Frauen, lautet das Fazit des Reports.

Plan-Geschäftsführerin Röttger betonte: "Nur Bildung ist der Schlüssel zur Veränderung." Mädchen und Frauen müssten aktiv an der Katastrophenvorsorge beteiligt werden, damit sie im Notfall wüssten, was zu tun sei.

Plan arbeitet in 50 Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Zum Welt-Mädchentag wollte die Kinderhilfsorganisation am Freitagabend mit einer Aktion auf die Situation von Mädchen in Entwicklungsländern aufmerksam machen. Wahrzeichen wie der Berliner Funkturm, der Hamburger Michel oder der Düsseldorfer Rheinturm sollten in Pink erstrahlen. Auch die längste Burg Europas im bayerischen Burghausen und weitere Denkmäler kündigten pinke Zeichen für die Rechte von Mädchen an.

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