Königin Beatrix geht auf Attentäter-Eltern zu

Die Niederländische Königin selbst blieb bei dem versuchten Attentat verschont, sieben Menschen und der Angreifer kamen ums Leben. Dessen Eltern haben nun hochrangigen Besuch erhalten.
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Der Moment des Entsetzens in Apeldoorn
dpa Der Moment des Entsetzens in Apeldoorn

DEN HAAG - Die Niederländische Königin selbst blieb bei dem versuchten Attentat verschont, sieben Menschen und der Angreifer kamen ums Leben. Dessen Eltern haben nun hochrangigen Besuch erhalten.

Fast einen Monat ist es her, dass am sonnigen Königinnen-Feiertag in den Niederlanden ein Mann mit dem Auto in eine Menschenmenge raste. Sein Ziel in Apeldoorn war der offene Bus, in dem Königin Beatrix mit ihrer Familie saß. Da er vom Weg abkam, starben sieben andere Menschen. Später auch er selbst an den Unfallfolgen.

Die niederländische Monarchin hat nun den Eltern des Mannes ihr Beileid bekundet. Überbracht wurde es durch den Beauftragten der Königin, Pieter van Vollenhoven, der als Ehemann von Beatrix' Schwester Prinzessin Margriet Mitglied der königlichen Familie ist. Er besuchte die Eltern des Mannes bereits am Himmelfahrtstag (21. Mai) in deren Wohnung in Zevenaar bei Arnheim, wie das Königshaus nach Angaben der Zeitung «de Volkskrant» vom Donnerstag jetzt bestätigte.

Das Motiv des Arbeitslosen, dem wegen Mietrückständen die Wohnung gekündigt worden war, konnte von einer 250 Mitarbeiter umfassenden Ermittlergruppe bis heute nicht geklärt werden. Lediglich sein Geständnis am Unfallort bestätigte die Vermutung, dass er es gezielt auf die Königsfamilie abgesehen hatte. Bekannte des Mannes sagten, er habe schon lange einen Groll gegen das Königshaus gehegt.

Die Eltern wollten sich nach der königlichen Beileidsbekundung nicht erneut öffentlich äußern. In ihrem bislang einzigen Interview hatten sie eine Woche nach dem Anschlag der niederländischen Presse- Agentur ANP gesagt, die Tat ihres Sohnes sei auch für sie völlig unverständlich: «Auch wir sind bestürzt und entsetzt. Wir sind uns des schrecklichen Leids der Opfer bewusst.»

Eine Woche nach dem versuchten Anschlag hatte Königin Beatrix am Gedenkgottesdienst für die Opfer de Unglücks teilgenommen. Er fand hinter verschlossenen Türen statt, hunderte verfolgten den Gottesdienst draußen auf Großleinwänden. (dpa/nz)

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