Germanwings: Streit um Schmerzensgeld

Laut einem Zeitungsbericht streiten sich die Anwälte der hinterbliebenen Crew-Mitglieder mit Germanwings. Offenbar will die Fluggesellschaft kein extra Schmerzensgeld für die Familien der Mitarbeiter zahlen.
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Genau vier Monate nach der Germanwings-Katastrophe gedenken Angehörige in den französischen Alpen der Opfer.
dpa Genau vier Monate nach der Germanwings-Katastrophe gedenken Angehörige in den französischen Alpen der Opfer.

Wie die Rheinische Post berichtet, streiten sich die Anwälte der hinterbliebenen Crew-Mitglieder mit Germanwings. Offenbar will die Fluggesellschaft kein extra Schmerzensgeld für die Familien der Mitarbeiter zahlen.

Köln - Die Eltern der Mitarbeiter, die beim Germanwings-Absturz im März zu Tode gekommen sind, drohen der Lufthansa und ihrer Tochtergesellschaft mit einer Klage. Laut einem Bericht der Rheinischen Post verweigert die Fluggesellschaft eine Zahlung von 25000 Euro Schmerzensgeld an die Eltern der Crew-Mitglieder. Es handelt sich dabei um exakt die Summe, die die Hinterbliebenen der 144 getöteten Passagiere bekommen haben.

"Die 25.000 Euro an Kompensation sind unserer Meinung nach sowieso für diesen Schmerz zu wenig", sagte der Mönchengladbacher Opferanwalt Christof Wellens zur Rheinischen Post, "aber wenn nun auch noch zwischen verschiedenen Totengruppen differenziert wird, fehlt mir jedes Verständnis."

Das Schmerzensgeld steht den Opfern von Flug 4U 9525 zu, weil sie unmittelbar vor dem Aufprall in den französischen Alpen Todesangst durchstehen mussten. Auch wenn die direkt Betroffenen heute alle tot sind, ist der Anspruch auf das Geld vererbar und müsste somit auch an die Familien der Crew-Mitglieder gezahlt werden.

Auch Germanwings bestätigte,dass kein Schmerzensgeld für die Crew gezahlt werden solle. Das Unternehmen verweist darauf, dass eine Gruppenunfallversicherung pro getötetem Crew-Mitglied ohnehin 50000 Euro zahlen werde. Zu wenig, wie die Eltern der ums Leben gekommenen Germanwings-Mitarbeiter finden.

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