Gericht verwirft Befangenheitsantrag Brauns

Im Münchner Wirecard-Prozess hat das Gericht den Befangenheitsantrag des angeklagten Ex-Vorstandschefs Markus Braun gegen die drei Berufsrichter abgelehnt. Der Antrag sei als unbegründet verworfen worden, teilte ein Sprecher des Landgerichts München I am Mittwoch mit.
dpa |
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Der frühere Wirecard-Vorstandschef Markus Braun im Gerichtssal neben seinem Rechtsanwalt Nico Werning.
Der frühere Wirecard-Vorstandschef Markus Braun im Gerichtssal neben seinem Rechtsanwalt Nico Werning. © Matthias Balk/dpa
München

Der Umgangston zwischen Brauns Verteidigern und den Richtern ist seit Beginn um den mutmaßlich größten deutschen Betrugsfall der Nachkriegsgeschichte im Dezember 2022 immer wieder gereizt. Anfang Februar hatte die Kammer den Kronzeugen Oliver Bellenhaus - der Braun als Mittäter beschuldigt - nach dreieinhalbjähriger Untersuchungshaft unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

Seither ist der frühere Vorstandschef der einzige der drei Angeklagten, der noch in U-Haft sitzt. Brauns Anwalt Nico Werning hatte den Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Markus Födisch und zwei weitere Berufsrichter dann am 7. Februar gestellt. Kern war der Vorwurf, dass sich die drei Richter zulasten Brauns einseitig die Darstellung des Kronzeugen Bellenhaus zu eigen gemacht hätten. Brauns Verteidiger werfen hingegen Bellenhaus Lügen vor.

Der österreichische Manager bestreitet seit Prozessbeginn sämtliche Vorwürfe der Anklage. Laut Staatsanwaltschaft sollen Braun, Bellenhaus und der früheren Chefbuchhalter des 2020 kollabierten Konzerns mit weiteren Komplizen eine kriminelle Betrügerbande gebildet und Scheingeschäfte in Milliardenhöhe erdichtet haben.

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