Bundesweit 498 registrierte Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist wieder leicht angestiegen - auf fast 500 neue Fälle. Im Landkreis mit den meisten aktiven Fällen ist jedoch eine wichtige Zahl zurückgegangen.
dpa |
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Ein neues Labor für Corona-Tests am Frankfurter Flughafen.
Boris Roessler/dpa/dpa Ein neues Labor für Corona-Tests am Frankfurter Flughafen.

Berlin - Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Deutschland ist nach den üblicherweise geringeren Meldungen vom Wochenende wieder angestiegen.

So haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) bis Dienstagfrüh 498 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194.259 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Morgen meldete (Datenstand 30.06., 0.00 Uhr).

Erstmals seit dem massiven Corona-Ausbruch bei dem Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist die wichtige Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh nicht mehr dreistellig. Nach den vom RKI veröffentlichten Zahlen des RKI beträgt diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun 86,0 (Vortag: 112,6).

Diese Zahl liegt allerdings weiterhin deutlich über dem Grenzwert von 50, der bundesweit in der Diskussion um zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eine Rolle spielt. Im niedersächsischen Landkreis Oldenburg war es ebenfalls zu einem Ausbruch in einem Schlachtbetrieb gekommen, was sich nun auch in den Fallzahlen zeigt: Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen Woche ist dort gestiegen und liegt aktuell bei 30 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Für 85 Prozent (165.662) der registrierten Fälle liegen dem RKI klinische Informationen vor (Datenstand 29.6., 0.00 Uhr). Demnach sind die häufigsten gemeldeten Symptome einer Erkrankung Husten (49 Prozent), Fieber (41 Prozent) und Schnupfen (21 Prozent). Bei 5019 Fällen (3 Prozent) ist bekannt, dass die Patienten eine Lungenentzündung entwickelt haben.

8973 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben bis Dienstagfrüh in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Etwa 179.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 1000 mehr als noch einen Tag zuvor.

Der Altersdurchschnitt der im Zusammenhang mit Covid-19 gestorbenen liegt nach RKI-Angaben bei 81 Jahren. Von den Todesfällen waren rund 86 Prozent der Personen 70 Jahre und älter. Bei unter 20-Jährigen wurden bisher drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 29.6., 0.00 Uhr, bei 0,83 (Vortag: 0,74). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Bei kleineren Zahlen an Neuinfektionen schwankt er eher als bei großen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert mit Datenstand 29.6., 0.00 Uhr, auf 0,67 (Vortag: 0,63). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

© dpa-infocom, dpa:200630-99-621283/3

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