Zweiter Tag in Folge: bundesweiter Post-Streik geht weiter

Gestern waren die Großstädte dran, heute sind die ländlichen Regionen betroffen: Erneute Warnstreiks bei der Deutschen Post dürften auch am Mittwoch viele Zustellungen verzögern.
AZ/dpa |
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Warnstreik bei Post und DHL in 33 bayerischen Städten. (Symbolbild)
Warnstreik bei Post und DHL in 33 bayerischen Städten. (Symbolbild) © imago/Beautiful Sports

Berlin - Nach dem Warnstreik bei der Post am Dienstag dürften auch heute viele Menschen vergeblich auf Briefe und Pakete warten. Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post rief die Gewerkschaft Verdi den zweiten Tag in Folge Zusteller zu einem Warnstreik auf. Heute sind die ländlichen Regionen in den Bundesländern betroffen. Stadtstaaten sind den Angaben nach nicht betroffen. Am Dienstag waren es die größeren Städte und Großstädte.

«In der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche gab es kaum Bewegung und keine greifbaren Verhandlungsergebnisse», sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis in einer Mitteilung.

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Dritte Verhandlungsrunde beginnt am 12. Februar

Die Gewerkschaft will damit im laufenden Tarifkonflikt den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 12. und 13. Februar angesetzt. 

Verdi pocht auf ein Entgeltplus von sieben Prozent und zusätzliche Urlaubstage. In den Tarifverhandlungen stellt die Post den Spielraum für Lohnerhöhungen jedoch als «sehr gering» dar, weil die Briefmengen im Digitalzeitalter schrumpften und der Investitionsbedarf groß sei. In der dritten Runde will die Post aber ein Angebot vorlegen. Das Unternehmen halte die Warnstreiks daher für «unnötig, da sie letztlich zu Lasten unserer Kundinnen und Kunden gehen», hatte der Post-Sprecher zuvor gesagt.

Die Deutsche Post hat in ihrem Brief- und Paketgeschäft rund 170.000 Tarifbeschäftigte im Inland. Sie gehört zum Logistikkonzern DHL.

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9 Kommentare
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  • SL am 28.01.2025 15:29 Uhr / Bewertung:

    Warum fordert verdi für die Postler nur 7 Prozent mehr? Für den ÖD, Beamte und Pensionäre fordert verdi und der dbb 8% mehr, mindestens 350 Euro monatlich und 3 zusätzliche Urlaubstage.

  • am 28.01.2025 14:39 Uhr / Bewertung:

    Mittlerweile gibt es Zusteller, die nicht einmal mehr unsere Sprache sprechen. Also 5% mehr Lohn sind in Ordnung. Aber im Gegenzug dann ordentliche Arbeit erstmal.

  • Nobbse2710 am 28.01.2025 14:27 Uhr / Bewertung:

    Ist ein Streik zur Zeit der Zustellung der Wahlbenachrichtigungen und später der Briefwahlunterlagen nicht eine Beeinflussung der Bundestagswahl?

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