Zu viel Wodka Bull: Randale nach Geburtstagsfete

MÜNCHEN - Nach einer Party tickten vier junge Männer aus und warfen Verkehrszeichen und Betonsockel auf die Fahrbahn - ein Auto wurde beschädigt. "Es hat einfach so angefangen", sagte einer der Angeklagten.
Das hätte schlimmer enden können: Nach einer Geburtstags-Party mit viel Wodka Red-Bull randalierten vier Jugendliche an der Baustelle auf der Friedenheimer Brücke, warfen Verkehrszeichen auf die Fahrbahn. Ein BMW wurde dabei beschädigt. 3000 Euro Schaden.
Schüler Heider A. (21), der arbeitslose Industriemechaniker Dejan G. (22), der arbeitslose River N. (23) und der Arzneimittellieferant Alper K. (21) mussten sich dafür vor einem Münchner Schöffengericht verantworten. Vorwurf: gemeinschaftlicher gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und gemeinschaftliche Sachbeschädigung.
Die Angeklagten räumten die Vorwürfe sofort ein. „Es hat einfach so angefangen. Plötzlich hing einer von uns am Bauzaun. Aus Dummheit ist die Sache passiert“, sagte Heider A.
2. Mai 2009, gegen 02.49 Uhr: Angetrunken liefen sie über die Friedenheimer Brücke Richtung Landsberger Straße. An der Baustelle für die neue S-Bahnhaltestelle Hirschgarten riss Dejan G. plötzlich am Bauzaun, ein anderer nahm ein Warnschild und warf es die Böschung hinunter. Danach flogen weitere Verkehrzeichen und Kunststoffsockel. Sogar eine Betonsockel schoben sie auf die Fahrbahn.
Taxifahrerin Cornelia E. (57) sah die Männer, alarmierte die Polizei. Fünf Autos überrollten die Schilder. Bei einem BMW wurden durch die Verkehrszeichen auf der Straße der Getriebedeckel durchschlagen und die Lenkung beschädigt. Urteil: Je nach Einkommen muss Heider A. 450 Euro Strafe zahlen, Dejan G. 2700 Euro, River N. 1800 Euro und Alper K. 2250 Euro.
th