Youtube sperrt Konto des rechtsextremen Rappers Chris Ares

Weil er gegen die Hassrede-Richtlinien von Youtube verstoßen hat, ist der Account des rechtsextremen Rappers Chris Ares gesperrt worden. Die Videoplattform hatte zuletzt mehrere Konten der Identitären Bewegung offline genommen.
dpa/AZ |
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Der rechtsextreme Rapper Chris Ares 2016 bei einer AfD-Kundgebung am Odeonsplatz. (Archivbild)
imago images / ZUMA Press Der rechtsextreme Rapper Chris Ares 2016 bei einer AfD-Kundgebung am Odeonsplatz. (Archivbild)

Berlin/München - Die Videoplattform Youtube hat das Konto des rechtsextremen Rappers Chris Ares gesperrt, weil er gegen die Hassrede-Richtlinien der Plattform verstoßen hat. Der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Christoph Aljoscha Zloch heißt und im Landkreis München wohnt, steht der rechtsextremen Identitären Bewegung nahe und wurde mehrfach in den Berichten des bayerischen Verfassungsschutzes erwähnt.

Ein Firmen-Sprecher sagte, Youtube habe "strenge Richtlinien, die Hassreden auf YouTube verbieten". "Wir schließen jeden Kanal, der wiederholt oder ungeheuerlich gegen diese Richtlinien verstößt." Nachdem Youtube die Richtlinien 2019 aktualisiert habe, um besser auf rassistische Inhalte reagieren zu können, habe man einen fünffachen Anstieg bei der Entfernung von Videos registriert. "Wir haben über 25.000 Kanäle wegen Verstoßes gegen unsere Richtlinien für Hassreden eingestellt."

Youtube hat Identitäre Bewegung im Visier

Mitte Juli hatte die Videoplattform von Google bereits drei Konten der Identitären Bewegung gesperrt. Darunter befand sich auch der persönliche Kanal des prominenten österreichischen Aktivisten Martin Sellner.

Ares hatte knapp 80.000 Abonnenten auf Youtube und konnte auch Umsätze auf klassischen Online-Musik-Plattformen wie Spotify und iTunes generieren. So gelang es dem 1992 geborenen Ares kurzfristig, mit seiner Veröffentlichung "2014 - 2018" auf iTunes die Hip-Hop-Charts anzufuhren. "Damit zeigt sich einerseits die Bedeutung des Vertriebs von extremistischer Musik als Download im Internet und andererseits die gestiegene Reichweite von identitärer Rap-Musik", heißt es Verfassungsschutzbericht Bayern 2019.

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