Kommentar

Verkauf an Apple: Es macht fassungslos

AZ-Lokalchefin Sophie Anfang über den Verkauf an Apple.
von  Sophie Anfang

München - Erst vor wenigen Wochen hat die bayerische Staatsregierung einen "Wohnbau-Booster", so hat es Bauminister Christian Bernreiter (CSU) formschön ausgedrückt, angekündigt. Eine Milliarde will der Freistaat in die Wohnungsbauförderung stecken. Baugrund sei teuer, Baukosten auch, da müsse der Staat helfen.

Die öffentliche Hand wird dieses Stück Land sicher nie zurückbekommen

Das mag sein. Umso fassungsloser macht es, wie der Freistaat selbst mit dem knappen Gut Boden mitten in München umgeht. Öffentliche Flächen – auch im Umgriff der Seidlstraße – sind rar. Die Staatsregierung hätte hier die Möglichkeit nutzen können, selbst zu bauen. Für die eigenen Beschäftigten, seien es Büros oder Wohnungen. Stattdessen verkauft man das Areal, anstatt es in Erbpacht zu vergeben. Die öffentliche Hand wird dieses Stück Land sicher nie zurückbekommen.

Bitter! Vor allem in diesem Quartier. Man kann sich zum Beispiel nur zu gut vorstellen, was passiert, wenn die Areale, auf denen Spaten und Löwenbräu brauen, mal zu Geld gemacht werden. Sozialer Wohnungsbau wird dabei nicht herauskommen.

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