Pullach bei München: Frau fackelt Garage ab - aus Angst vor Spinne!
Pullach - Es ist die klassische Methode einen Feind zu vernichten: die Nutzung eines Flammenwerfers. Da Flammenwerfer in Münchner (und Pullacher) Haushalten nicht erlaubt sind, hat sich eine resolute Pullacherin ihrer Flammenwerfer aus Haarspray und Feuerzeug selbst gebastelt.
Die 39 Jahre alte Frau reagierte nicht ohne Grund so. Sie hatte eine Spinne in ihrer Garage entdeckt. Weil Spinnen unter bestimmten Umständen im Staubsauger überleben, ist die Flammenwerfer-Methode zwar auch grausam, aber erfolgversprechender als das Gesauge. Nur eben gefährlich.
Denn die Dämmung in der Spinnenecke geriet durch den Haarspray-Feuer-Strahl in Brand. Ein Glück, dass keine dreihundert Meter Luftlinie entfernt die Freiwillige Feuerwehr Pullach ihr Gerätehaus hat und innerhalb kürzester Zeit vor Ort war.
Feuerwehr belehrt die Spinnen-Feindin: "Der Dame war das sehr peinlich"
"Wir haben den Brand noch in der Entstehungsphase löschen können", sagt der stellvertretende Kommandant Thomas Maranelli. Obwohl er zugibt, dass Spinnen nicht seine besten Freunde sind, gibt’s eine Belehrung für die Frau. "Sie hat das sofort eingesehen. Das war der Dame sehr peinlich", sagt Maranelli.
Trotzdem ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen die Frau. Denn wäre die Freiwillige Feuerwehr Pullach nicht so schnell dort gewesen, hätte das Feuer auf andere Häuser übergreifen können. So beträgt der Schaden nur 5000 Euro.
Und wie geht’s dem Tier? Ob die Spinne überlebt hat, weiß weder die Feuerwehr noch die Frau, die nicht lange fackelte. Sie könnte also bald, lieber Leser, auch in Ihrer Garage sitzen oder im Schlafzimmer auf Sie warten.
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