Keine Brennelemente: Forschungsreaktor in Garching ist vom Netz

Der Forschungsreaktor in Garching ist seit seinem Start umstritten. Jetzt ist er außer Betrieb. Zumindest vorübergehend. Denn es gibt Lieferengpässe bei den Brennelementen.
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Blick von der Besuchergalerie von oben ins Reaktorbecken des Forschungsreaktors FRM II in Garching.
Frank Mächler/dpa Blick von der Besuchergalerie von oben ins Reaktorbecken des Forschungsreaktors FRM II in Garching.

Garching - Der Forschungsreaktor FRM II in Garching steht mangels neuer Brennelemente schon seit März still. Hintergrund seien Schwierigkeiten beim Transport neuer Brennelemente aus Frankreich, sagte eine Sprecherin der Technischen Universität München (TUM) am Donnerstag. "Wir warten auf die Lieferung."

Die Grünen im Bundestag hatten eine Anfrage zu dem Thema gestellt und eine entsprechende Antwort des Bundesumweltministeriums erhalten. Französische Behörden hätten sonst übliche Sondergenehmigungen nicht ausgestellt, hieß es darin. Deshalb sei der Betrieb des Reaktors "derzeit nicht möglich".

Forschungsreaktor: Grüne fordern Umrüstung

Markus Büchler, Münchner Grünen-Abgeordneter, forderte am Donnerstag: "Der überraschende und erfreuliche Stillstand des Garchinger Forschungsreaktors auf unbestimmte Zeit muss jetzt für die seit langem international geforderte Umrüstung genutzt werden."

Es sei technisch möglich, den Reaktor so umzurüsten, dass dort Brennelemente mit einer Anreicherung von weniger als 50 Prozent Uran verwendet werden, so Büchler.

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