Trauer um Georg Lohmeier: Die Bilder

München - Er hat, so erzählt es ein Freund, schon vorher alles einmal durchdacht. Vom Grab bis zum Leichenschmaus. Er, Georg Lohmeier, der Regisseur, Schriftsteller und barocke Bayer, hatte ganz genaue Wünsche für seinen Abschied von der Welt. So habe er auch gesagt: „Bei meiner Beerdigung begleitet mich die Blasmusik zum Grab – und do gfrei i mi heid scho drauf!“
Das ist ein Satz, derer Lohmeier viele sagte. Humorvoll, widersprüchlich, bayerisch. Ein Satz wie jenes berühmte Bonmot zur Monarchie, die der Patriot Lohmeier immer wieder lobte: „Mir brauch ma koan Kini, aber scheena waar’s scho.“
Am Donnerstag ist der Autor und Dramatiker Georg Lohmeier auf dem Münchner Nordfriedhof beerdigt worden. Rund 400 Freunde, Verwandte und Kollegen nahmen Abschied von ihm, darunter auch Volksschauspielerin Ilse Neubauer, Luitpold Prinz von Bayern und der CSU-Politiker Otto Wiesheu.
Am Vormittag gab es einen Trauergottesdienst in der Kirche Sankt Sylvester in Altschwabing, anschließend nahm die Trauergemeinde Abschied in der Aussegnungshalle des Friedhofs. Lohmeier wurde dabei als „eines der letzten bayerischen Originale“ gewürdigt, als konservativ und gläubig ebenso wie als anarchisch und dialektisch.
Der Schöpfer des „Königlich Bayerischen Amtsgerichts“ sowie Verfasser zahlreicher Bücher und Theaterstücke war in der vergangenen Woche nach langer schwerer Krankheit gestorben.
Lesen Sie hier: Trauerfeier und Beisetzung von Georg Lohmeier
Bei seiner Beisetzung sind auch Mitglieder der von Lohmeier gegründeten bayerischen Patrioten sowie anderer königstreuer Vereine dabei.
Lohmeier wird zu Grabe getragen. Sein Sarg ist mit weißen und lila-bläulichen Rosen geschmückt.
Die Sonne glänzt, kommt aber kaum gegen die Kälte an. Der Himmel ist blau. Bayerisch blau.
Am Grab liegen viele Kränze, Fackeln brennen. Und eine Kapelle aus der Heimat „z’Loh“, nämlich eine kleine Gruppe des Trachtenvereins Wasentegernbach, spielt die Blasmusik, auf die sich Georg Lohmeier so gefreut hatte.