Sternfahrt nach München – Tausende radeln für mehr Sicherheit

Mehrere Tausend Radfahrer machten sich am Sonntag per Sternfahrt auf nach München. Einer von ihnen ist Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause.
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Mehrere Tausend Radfahrer machten sich am Sonntag auf den Weg nach München.
Mehrere Tausend Radfahrer machten sich am Sonntag auf den Weg nach München. © Sven Hoppe (dpa)

Sie machten sich aus Augsburg, Rosenheim, Freising und sieben weiteren Startpunkten im Umland und vier in München auf den Weg; mit dem Radl auf zur Radsternfahrt unter dem Motto: "Die Zukunft fährt Rad".

Andreas Schön, erster Vorsitzender des Fahrradclubs ADFC München, ist zufrieden: "10.000 Radfahrende haben heute gezeigt, dass sie bessere Bedingungen für den Radverkehr wollen. Wer sichere Wege schafft, ermöglicht Kindern mehr Selbstständigkeit, Familien mehr Bewegungsfreiheit und allen Menschen, im Alltag klimafreundlich unterwegs zu sein.“

Tausende Radler bei Sternfahrt nach München – Ziel war der Königsplatz

Ziel war die Schlusskundgebung am Königsplatz. In der Spitze nahmen laut Polizei rund 6500 Personen an der Radsternfahrt teil – unter ihnen Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). Bei der Abschlusskundgebung sagte er: "Ich verstehe die Radsternfahrt als klares Signal an Politik und Verwaltung, dass sich viele Menschen eine sichere Fahrradinfrastruktur wünschen – ob für den eigenen Arbeitsweg, den Weg der Kinder in die Schule oder für die Fahrt zu Freunden oder in den Sportverein.“ 

Münchens OB Dominik Krause nahm nach der Radsternfahrt an einer Kundgebung auf dem Königsplatz teil.
Münchens OB Dominik Krause nahm nach der Radsternfahrt an einer Kundgebung auf dem Königsplatz teil. © Sven Hoppe (dpa)

Ihm sei wichtig, dass auch in finanziell herausfordernden Zeiten der Ausbau der Fahrradinfrastruktur weitergehe – mit Fokus auf Schulwegsicherheit und die Beseitigung von Radweglücken. 

Im Bereich der Versammlungsstrecken kam es zeitweise zu vorübergehenden Verkehrsbeeinträchtigungen. Während der Fahrt kam es laut Polizei zu keinen nennenswerten Störungen. 

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  • Wolff am 15.06.2026 09:53 Uhr / Bewertung:

    Und ich wünsche mir eine sichere Fußgängerinfrastruktur, ohne von vorne, hinten, links und rechts von Radfahrern, E-Scootern usw. bedrängt zu werden.

    Sicherheit beginnt mit dem eigenen Verhalten, liebe notorische Gehwegradler, Geisterradler, Rotblinde, Ramboradler auf gemeinschaftlich genutzten Wegen usw.

    Letztere gehören übrigens schnellstens abgeschafft, genauso wie "Radfahrer frei", denn das bedeutet für viele Radler sowieso nur "Fußgänger Freiwild". Und wer selbst von Autos meterweiten Abstand verlangt, sollte mal sein Fahrverhalten gegenüber Fußgängern auf den Prüfstand stellen - da reicht's oft nicht mal für 5 Zentimeter...

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  • kartoffelsalat am 15.06.2026 10:39 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Wolff

    Das ist hinsichtlich Fußgängerinfrastruktur höchst wünschenswert. Die zwingende Konsequenz ist dann Gleiches für den Radverkehrs zur Verfügung zu stellen. Und irgendwoher müssen die Flächen kommen.

    Der Mindestabstand von Kraftfahrern ist in der StVO festgeschrieben und begründet sich auf ideologischen Dingen wie Physik, Logik, Geometrie, Betriebsgefahr und so.

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  • Wickie712 am 15.06.2026 10:54 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Wolff

    Das Zusatzzeichen 1022-10 kam ja erst 2019 und gehört längst abgeschafft wieder. Viele wissen nähmlich nicht, dass der Radfahrer dort nur Schrittgeschwindigkeit fahren darf.

    Dieses Unwissen ist bei KFZ Nutzern, Radfahrern und Fußgängern vorhanden. Schreit ein KFZ Fahrer oder Beifahrerin "da isn Radweg" hat die Person keine Ahnung. Will man den Radfahrer zwingen, ist es eine Nötigung.

    Hinweis: siehe Anlage 2 zur StVO Nr. 18
    Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Gehwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgängerverkehr Rücksicht nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.

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