Stammstrecke und Baulärm: Auch der Bayerischer Hof klagt
MÜNCHEN - S-Bahn-Projekt: Am Promenadeplatz sollen die Lkw rollen. Das Hotel fürchtet den Lärm - und legte am Verwaltungsgerichtshof Klage ein. Am Donnerstag wird verhandelt.
Der Bayerische Hof bangt um sein Geschäft: Wenn die Baustellen-Laster für den Bau der zweiten Stammstrecke rollen, könnte es aus sein mit der Ruhe am Promenadeplatz. Nach dem Abschluss der Planfeststellung in diesem Abschnitt hatten am 28. Oktober 2009 auch das Hotel Bayerischer Hof und andere Geschäftsleute am Promenadeplatz Klage am Verwaltungsgerichtshof (VGH) eingereicht. Am Donnerstag werden diese vom 22. Senat an der Ludwigstraße verhandelt.
Schon 2006 meldete der Bayerische Hof seine Bedenken auch öffentlich an. Durch die Baugrube am Marienhof und tausende Fahrten von Baustellen-Lkw über Jahre werden auch die Anlieger am Promenadeplatz belastet, so die Befürchtung. Das Hotel sorgte sich vor allem um die Lkw-Kolonnen am Promenadeplatz. Sie wolle ihre Gäste vor Lärm schützen, erklärte Hotelchefin Innegrit Volkhardt jetzt zum Grund der Klage.
Das Gericht hat die 20 Klagen geographisch getrennt. Zunächst wurden die Klagen der Anlieger des Marienhofs verhandelt, jetzt ist der Promenadeplatz an der Reihe. Da es sich um ein Planfeststellungsverfahren für den Bau von öffentlichen Eisenbahnen handelt, wurde nicht beim Verwaltungsgericht, sondern direkt am VGH Klage erhoben.
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