Viel los in der City, aber die Altstadt von München hat auch eine Sorgenkind-Straße

Die AZ erklärt die neuen Zahlen zur Passantenfrequenz in der Altstadt in München – und welche Fußgängerzone weiter schwächelt.
Hüseyin Ince
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Die Kaufingerstraße in diesen Tagen.
IMAGO/Wolfgang Maria Weber Die Kaufingerstraße in diesen Tagen.

Altstadt - Das Marktforschungsinstitut IVD Süd hat im Juli 2023 – kurz vor Beginn der Sommerferien – die neuesten Passantenzahlen gemessen. An insgesamt zwölf Messstandorten der Münchner 1a- und 1b-Lagen wurde das analysiert. Im Schnitt hat der IVD je Messpunkt 3899 Personen pro Stunde ermittelt. Die Zahl ist im Vergleich zur Vorjahreszählung also nochmals deutlich angewachsen.

Im Juli 2022 zählte man je Messpunkt noch 3326 Passanten pro Stunde. Über die Jahre, seit Corona-Ausbruch 2020, erholt sich der Wert langsam aber stetig. In der Hochphase der Pandemie fiel die Passantenzahl zeitweise um mehr als die Hälfte, durch Ansteckungsangst sowie Maskenpflicht – ganz zu schweigen während der Lockdowns.

Weil die Touristen zurück sind: Innenstadt in München belebt wie in Vor-Corona-Zeiten

Im zweiten Corona-Jahr (September 2021), als alle langsam lernten, mit dem Virus umzugehen und die Impfquote immer höher wurde, durchquerten im Schnitt 2425 Passanten pro Stunde die Messpunkte.

Insgesamt zeigt sich die Münchner Innenstadt inzwischen ähnlich belebt wie in Vor-Corona-Zeiten. Touristen haben einen großen Anteil daran, die während der Pandemie sehr fehlten. Zwischen Stachus und Marienplatz, in den beiden Top-Einkaufsmeilen Neuhauser Straße sowie Kaufingerstraße, drängen sich die Menschen wieder an den Läden vorbei, vor allem bei gutem Wetter.

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Trotz Aufwertung zur Fußgängerzone: Die Sendlinger Straße bleibt ein Sorgenkind

Dass sich die Touristenzahlen erholen, zeigt sich an der Bettenbelegung. Im ersten Halbjahr 2023 wurden laut Statistischem Landesamt in den Münchner Beherbergungsbetrieben etwa 8,4 Millionen Übernachtungen gezählt. Somit wurde das starke Ergebnis aus dem letzten Jahr vor der Pandemie sogar leicht übertroffen: Im ersten Halbjahr 2019 wurden nämlich 8,3 Millionen Übernachtungen gezählt.

Sorgenkind bleibt die Sendlinger Straße, trotz der Aufwertung zu einer reinen Fußgängerzone Ende 2019. Bei der aktuellen IVD-Auswertung erreichen die Passantenzahlen lediglich 43 Prozent des Niveaus der Kaufingerstraße.

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  • FredC2 am 23.09.2023 14:30 Uhr / Bewertung:

    Da wird die Sendlinger Strasse mit einer bzw. der fußgängerreichsten Strasse in Deutschland verglichen.
    Es dürften bekannt sein, dass die Kaufinger- und Neuhauserstrasse als gerade Passage über Hbf, Stachus und dann zum Marienplatz führt . Ein paar Sehenswürdigkeiten wie Frauenkirche, Alten Peter und Grab von Luwig gibt es auch an dieser Strecke.
    Hier wird also Kuchen mit Keksen verglichen. Sehr viele Städte in Deutschland wären froh, wenn sie solche "Probleme" hätten.

  • Weigand am 23.09.2023 14:24 Uhr / Bewertung:

    "Sorgenkind" ist doch unsinnig wenn man die Sendl.Str. nur mit der Kaufinger/NeuhauserStr. vergleicht und nicht mit früheren Besucherzahlen in der Sendlinger.Wie waren die? Nix im Artikel. Oder erwartet(e) man sich von der "Aufwertung" Wunderdinge? Vielleicht ist das Potential auch einfach schon ausgeschöpft .Seit vielenJahren

  • BBk am 23.09.2023 11:39 Uhr / Bewertung:

    Ja man muss nur alle Parkmöglichkeiten abschaffen und dann kommen nicht einmal mehr die gutbetuchten Elektroautobesitzer

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