Polizei München: Festnahme nach mutmaßlichem Tötungsdelikt in Riem

Riem - Es war eine schreckliche Entdeckung, die Anwohner eines Mehrfamilienhauses an der Heinrich-Böll-Straße am Freitag machten: Ein 20-Jähriger lag schwer verletzt in einer Blutlache am Hintereingang des Hauses. Nun gelang den Ermittlern die Festnahme eines Tatverdächtigen.
Die Polizei fand am Tatort eine Patronenhülse, sie stammte von einer sogenannten Gaspistole, auch PTB-Waffe genannt. Unklar war aber, womit dem 20-Jährigen die schwere Wunde zugefügt wurde. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass er mit der Waffe verletzt worden ist", sagte ein Polizeisprecher am Wochenende. Die Ermittler wussten auch, dass der Gewalttat eine Verabredung vorausging.
20-Jähriger nach Drogengeschäft verletzt
Doch von dem mutmaßlichen Täter fehlte jede Spur – bis jetzt: Am Montag bereits hat die Polizei einen 22-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. In seiner Vernehmung gab er an, dass es im Rahmen eines Drogengeschäftes zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit gefährlichen Gegenständen gekommen sei. Dabei habe sich der 20-Jährige die schwere Kopfverletzung zugezogen.
Ein Ermittlungsrichter erließ gegen den 22-Jährigen Haftbefehl, unter anderem wegen versuchten Totschlags und bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln.
Das Opfer, ein bei der Polizei bekannter Intensivtäter, befindet sich außer Lebensgefahr. Die Ermittlungen durch die Mordkommission laufen weiter.
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