Paulaner Bräuhaus: Mutterschiff der Biere

Das Paulaner Bräuhaus am Kapuzinerplatz steht kurz vor der Fertigstellung, Mitte Juni soll die Eröffnung sein. Das Bier als Spezialität steht hier im Mittelpunkt – und das hat seine Gründe
Laura Kaufmann |
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Der kupferne Sudkessel ist der alte geblieben, drumherum wird noch gebaut. Braumeister Ulrich Schneider sieht nach dem Rechten.
Daniel von Loeper 2 Der kupferne Sudkessel ist der alte geblieben, drumherum wird noch gebaut. Braumeister Ulrich Schneider sieht nach dem Rechten.
Im Keller ist die restliche Brauerei versteckt.
Daniel von Loeper 2 Im Keller ist die restliche Brauerei versteckt.

München - Fast ein halbes Jahr lang sind die Bauarbeiter schon zugange, einen siebenstelligen Betrag hat Paulaner mit dem Bauherrn Bayerische Hausbau investiert – in gut zwei Wochen soll das Paulaner Bräuhaus am Kapuzinerplatz jetzt wiedereröffnen.

Beinahe ein Vierteljahrhundert ist nichts gemacht worden am Wirtshaus, jetzt ist es von innen kaum mehr wiederzuerkennen. „Es war ein wenig in die Jahre gekommen“, sagt Paulaner-Chef Andreas Steinfatt. „Jetzt machen wir ein zeitgenössisches, schönes neues Bräuhaus draus.“

Das Haus am Kapuzinerplatz ist ein Bedeutendes für den Paulaner-Konzern. Früher diente es als Ausschank der Gebrüder Thomas, die dort eines der ersten Münchner Hellbiere brauten und 1928 mit Paulaner fusionierten. Heute ist es Mutterschiff für die Paulaner Bräuhäuser auf der ganzen Welt – und soll vorzeigbar sein.

„In den letzten Jahren ist das richtig losgegangen“, sagt Jürgen Schenk, der Geschäftsführer der Bräuhäuser. 21 Bräuhäuser gibt es weltweit, in China, in Russland. In wenigen Wochen eröffnet auch die erste Dependance in den USA – in New York.

Die Staaten waren einst verrufen für ihr Bier, doch dort hat die „Craft Beer“-Bewegung ihren Ursprung – viele Mikro-Brauereien experimentieren und bringen interessante Sorten hervor. In München sorgt etwa die kleine Crew-Ale-Werkstatt mit ihren Bieren für Aufmerksamkeit.

Paulaner will da nicht außen vor bleiben. „Die Bewegung ist toll, weil Bier damit wieder als Spezialität wahrgenommen wird“, sagt Andreas Steinfatt. „Und auch wir wollen da wieder hin.“ Die Edel-Biere, die Paulaner kurz vor Weihnachten in seinem Eiswerk in der Au gebraut hat, waren fix ausverkauft. Und auch das neue Bräuhaus rückt Bier ins Licht einer handgemachten Spezialität. Der Kupferkessel fasst 2000 Liter.

Ein unfiltriertes Bier, „vollmundig und süffig“, so Schenk, serviert das Bräuhaus für vier Euro den halben Liter, dazu kommen saisonale Kreationen wie die Sommerweiße mit Zitrone und einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent. Auch die Küche wird mit Bier spielen, ob mal die Vorwürze als süßes Salatdressing verwendet wird oder die Brauhefe zum Kochen.

Bodenständig will die Küche sein, alt-münchnerische Gerichte wie den Kalbskopf wiederbeleben, sich aber auch neu-münchnerisch kreativ erfinden. Schweinsbraten-Preis: Um die zehn Euro. Verantwortlich ist Wolfgang Böttinger, der zuletzt Küchenchef im Forsthaus Wörnbrunn war. Hermann Zimmerer, der schon viele Neueröffnungen begleitet hat und das Wirtshaus zum Straubinger wie das Zur Brez’n führt, ist der neue Wirt des Bräuhauses.

Sein Reich umfasst 300 Plätze innen, vom Sudhaus mit Hochtischen, wo die Gäste den Braumeister einmal im Monat bei der Arbeit beobachten können, bis zur gemütlichen Stube. Dazu kommen 600 Plätze im Stadtbiergarten.

 

 

 

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