Nach Scheren-Attacke: Schüsse vor dem Arbeitsamt

Der 26-jährige Italiener attackiert Passanten und die Polizei – da greifen die Beamten zur Waffe. Der Großeinsatz in der Isarvorstadt.
Christian Pfaffinger |
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Zwei Kugeln aus den Waffen der Polizisten treffen den Italiener. Er wird ins Krankenhaus gebracht, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.
chp 4 Zwei Kugeln aus den Waffen der Polizisten treffen den Italiener. Er wird ins Krankenhaus gebracht, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.
Zwei Kugeln aus den Waffen der Polizisten treffen den Italiener. Er wird ins Krankenhaus gebracht, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.
chp 4 Zwei Kugeln aus den Waffen der Polizisten treffen den Italiener. Er wird ins Krankenhaus gebracht, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.
Ein Polizeisprecher gibt erste Infos zum Einsatz am Kapuzinerplatz raus.
chp 4 Ein Polizeisprecher gibt erste Infos zum Einsatz am Kapuzinerplatz raus.
Am Kaiser-Ludwig-Platz rastete der bewaffnete Mann aus.
chp 4 Am Kaiser-Ludwig-Platz rastete der bewaffnete Mann aus.

Der 26-jährige Italiener attackiert Passanten und die Polizei – da greifen die Beamten zur Waffe. Der Großeinsatz in der Isarvorstadt.

Isarvorstadt - Schüsse vor dem Arbeitsamt: Am Kapuzinerplatz hat die Polizei am Donnerstagnachmittag einen Amokläufer niedergeschossen. Der 26 Jahre alte Italiener war mit einer Waffe auf Passanten losgegangen – extrem aggressiv. In seiner Raserei stach er sogar mit einer Schere durch das Dach eines Polizeiautos.

Es ist am Donnerstagnachmittag gegen Viertel nach zwei, als der Notruf bei der Polizei eingeht: Ein verwirrt wirkender Mann gehe am Kaiser-Ludwig-Platz mit einem Messer auf einen Passanten los. Da die Polizeiinspektion 14 gleich ums Eck liegt, sind die Beamten schnell vor Ort – es folgt ein Großaufgebot aller verfügbaren Kräfte vor Ort.

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Der Mann ist mittlerweile in Richtung Goetheplatz unterwegs. Die Polizei will ihn dort stellen, gibt Warnschüsse ab: Mutmaßlich in der Kapuzinerstraße, wo die Spurensicherung später die ersten Patronenhülsen einsammeln wird. Aber den Mann halten alle Drohungen nicht auf.

Im Gegenteil: Er wird immer aggressiver und geht auf die Polizisten los. Mit seiner Waffe – nach aktueller Information der Polizei ist es eine Schere – attackiert er die Beamten. Er sticht damit auch auf ein Polizeiauto ein und durchdringt damit nach Ermittlerangaben sogar das Fahrzeugdach. Offenbar setzen die Polizisten Pfefferspray ein – ohne Wirkung.

Da greifen die Beamten zur Pistole. „Die Kollegen reagierten auf die Bedrohungslage und machten zur Eigensicherung Gebrauch von der Dienstwaffe“, sagt Polizeisprecher Thomas Baumann später. Drei Schüsse fallen. Einer davon trifft den Amokläufer im Oberschenkel, ein anderer im Oberkörper. Der Mann geht zu Boden und wird festgenommen.

Der Mann überlebt die Schüsse – sein Motiv ist bisher völlig unklar

„Er wurde in eine Klinik gebracht, sein Zustand ist stabil“, sagt Polizeisprecher Baumann. Außer dem Täter wurde bei der Scherenattacke und dem Polizeieinsatz niemand verletzt.

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Die Identität des Mannes ist bereits geklärt: Es handelt sich Polizeiangaben zufolge um einen 26 Jahre alten italienischen Staatsbürger. Ob der Mann in München wohnt oder zu Gast war, konnte die Polizei bisher nicht sagen. Auch das Motiv gibt Rätsel auf: Es ist unklar, ob der Mann aus geistiger Verwirrung heraus gehandelt hat oder gezielt Menschen verletzen wollte. Die Ermittler machen dazu bisher keine Angaben.

Ein Zeuge vor Ort hat den Vorfall allerdings mit seinem Handy gefilmt. Das Gerät wurde sichergestellt. Neben der Polizei ermittelt auch das Landeskriminalamt wegen des Schusswaffengebrauchs.

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