"Lernen mit Kick": Münchner Schüler pauken im Olympiastadion
Ein bisserl Leben für die alte Schüssel: Jetzt lernen Münchner Schulklassen unter der Haupttribüne des Olympiastadion.
Wer ihn lange nicht gesehen hat, muss noch mal genau hinschauen: Raimond Aumann hat tatsächlich keinen Schnauzer mehr. Der Weltmeister von 1990 (damals als dritter Torwart beim Erfolg in Italien dabei) sieht nicht mehr aus wie früher.
Doch dem Ort vieler seiner Triumphe, dem Olympiastadion, fühlt sich der ehemalige FC-Bayern-Keeper immer noch verbunden. Ihn persönlich freue es "ganz besonders", dass das Olympiastadion jetzt zum Lernort für Münchner Schüler werde, sagt der heutige Fanbeauftragte der Roten.
Und das geht so
Das Fanprojekt der Arbeiterwohlfahrt lädt unterstützt vom FC Bayern und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) künftig jeden Donnerstag Münchner Schulklassen kostenlos zu einem "Schultag der etwas anderen Art" in die Lounge unter der Haupttribüne ein.
An diesem besonderen Ort gibt es für sie erst eine Lerneinheit zu den Themen Sucht, Gewalt, Schulden und Rechtsextremismus – dann geht es hinaus, zu Touren durch das Olympiastadion.
Das Stadion als Klassenzimmer: Für die Stadt bringt das ein bisserl mehr Leben für die alte Schüssel, in deren Erhalt viele Millionen Euro gesteckt wurden. Seit dem Abzug des Fußballs wird das Stadion – da sind sich im Rathaus alle einig – eigentlich viel zu wenig bespielt. Vielleicht kommt eines Tages ja doch der TSV 1860 zurück, das zumindest scheint nach dem Auflösen der Verträge für die Allianz-Arena nicht mehr so unwahrscheinlich.
Jochen Kaufmann vom Fanprojekt auf jeden Fall plant, die Löwen schon mal vorsorglich für das Schüler-Projekt zu gewinnen.
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