Geld für Beerdigung: Falsche Polizisten beklauen 96-Jährige

Zwei Trickbetrüger, die sich als Polizisten ausgaben, haben einer 96-Jährigen in Freimann mehrere hundert Euro Bargeld gestohlen - sie hatte für die eigene Beerdigung gespart.
Nina Job |
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Die Betrüger gaben sich als Polizeibeamte aus. (Symbolbild)
dpa Die Betrüger gaben sich als Polizeibeamte aus. (Symbolbild)

Eine 96-Jährige legt seit Jahren kleine Beträge für ihre eigene Bestattung weg. Nun wird sie Opfer von Trickdieben.

Freimann - Gemein, gemeiner, am gemeinsten: Trickdiebe und -betrüger, die derzeit in München ihr Unwesen treiben, scheinen sich gegenseitig an Niedertracht und Gewissenlosigkeit übertreffen zu wollen. Vor wenigen Tagen klauten Trickdiebe einer 96-Jährigen Geld, das sie für ihre eigene Beerdigung gespart hatte. Die Täter gaukelten der Seniorin vor, Polizisten zu sein.

Die alte Frau aus Freimann kam am Mittwoch gegen 14.45 Uhr mit ihrem Rollator von einem Arztbesuch heim. Neben der Haustür sah sie zwei Männer warten. Diese sagten zu ihr, dass sie ins Haus müssten. Die 96-Jährige ließ die Fremden arglos hinein. Um sich einzuschmeicheln, trugen die Männer der Seniorin den Rollator zu ihrer Wohnung. Dort reichte die Frau den Männern dankbar ihren Wohnungsschlüssel.

Männer durchsuchten das Schlafzimmer

Kaum war die Tür offen, behaupteten die Täter, dass sie die Wohnung durchsuchen müssten. "Sie begaben sich ohne eine weitere Erklärung in das Schlafzimmer der 96-Jährigen und entnahmen aus dem dortigen Kleiderschrank mehrere hundert Euro Bargeld", so Polizeisprecher Florian Hirschauer. Geld, das die 96-Jährige jahrelang von ihrer kleinen Rente beiseite gelegt hatte. Die Männer steckten das Bestattungsgeld ein und verschwanden. Die überrumpelte 96-Jährige rief sofort ihre Pflegekraft an, die die Polizei verständigte. Doch die dreisten Diebe konnten entkommen. Beschreiben konnte das Opfer die Täter nicht - zu aufregend war alles gewesen.

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Seit Beginn des Jahres treten in München verstärkt Täter auf, die sich als Polizisten ausgeben. Rund 100 Versuche wurden bereits aktenkundig. Die Polizei rät: Lassen Sie sich immer den Dienstausweis zeigen - er ist grün. Notieren Sie sich den Namen und vergewissern Sie sich mit einem Anruf bei der Polizei. Im Zweifelsfall: die 110 anrufen!

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