Falschparker blockiert Müllabfuhr: BA will kleineres Müllauto
Haidhausen - Eigentlich ist die Welt am Preysingplatz sehr münchnerisch-idyllisch. Die Kirche St. Johannes umschließend ist dieses Stück Haidhausen eine durchaus beliebte Wohnlage: zentral, grün, angesagt. Doch seit einem guten Jahr stinkt's gut 130 Haushalten rund um den Platz. Der Grund: Ein Müllproblem.
Falschparker behindert Müllabfuhr – seit einem Jahr
Anwohnerin Carolin G. berichtet: "Ein Falschparker in der Eggernstraße verhindert, dass die Müllabfuhr die enge Straße zu uns befahren kann. Deswegen fällt regelmäßig die Leerung unserer Tonnen aus." Zuletzt Anfang Februar, als die reguläre Leerung an zwei Terminen nacheinander nicht stattfinden konnte. "Das geht mittlerweile seit gut einem Jahr so", empört sich die Projektmanagerin.
Die Haidhauserin telefonierte in dieser Zeit viel, mit der Hausverwaltung, mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWM), mit den städtischen Parkwächtern – doch niemand konnte ihr wirklich helfen. Anfang des Jahres wandte sich die 45-Jährigen nun an den Bezirksausschuss.
Dort zeigte man Verständnis für das stinkende Problem, wenn auch auf eher ungewöhnliche Weise. "Die CSU hat vorgeschlagen, beim AWM einfach ein kleineres Müllauto anzufordern. Dieses könne dann auch trotz Falschparker vorbeifahren", berichtet die 45-Jährige. Der BA folgte dieser Logik und stellte einen entsprechenden Antrag ans Kommunalreferat von Kristina Frank (CSU). Für Carolin G. ein Irrsinn. "Dadurch wird ja das ursächliche Problem, nämlich das Parken im Halteverbot, nicht gelöst!"
Falschparker am Preysingplatz: AWM will helfen
Der AWM bestätigt auf Nachfrage, dass es am Preysingplatz "immer wieder zu Verparkungen" kommt, die es unmöglich machen, "alle dort liegenden Standplätze anzufahren." Aufgrund der engen Taktung der Routen könne man auch nicht einfach später nochmal vorbeifahren.
Und die vorgeschlagene Lösung der CSU? Ein Sprecher erklärt: "Der AWM verfügt über kleinere Müllfahrzeuge, so genannte 'Minis', die aber nur unwesentlich schmäler sind als die normalen Müllfahrzeuge. Dies würde das Problem folglich nicht lösen."
Immerhin: Es ist nun "zeitnah" ein Vor-Ort-Temin geplant, bei dem "alle beteiligten städtischen Dienststellen" und die Anwohner zusammenkommen, "um eine sinnvolle und einvernehmliche Lösung zu finden." Die gibt es ja aber eigentlich bereits: Sie nennt sich Halteverbot.
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