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Durchs dörfliche Alt-Haidhausen: Stadtspaziergänger nimmt AZ-Leser mit auf Tour

Zum 75. Jubiläum der Abendzeitung nimmt der Stadtspaziergänger ein paar Leser mit auf seinem Streifzug durch Alt-Haidhausen.
von  Sigi Müller
Die fünf Gewinner des AZ-Stadtspaziergangs (v. l.) in der Preysingstraße.
Die fünf Gewinner des AZ-Stadtspaziergangs (v. l.) in der Preysingstraße. © Sigi Müller

Au-Haidhausen - Neulich war ich mit der Gruppe verabredet, die einen Stadtspaziergang mit dem Stadtspaziergänger, also mit mir, gewonnen hatte. Meine Handy-Wetter-App zeigte die volle Sonne. Dann kann ja nichts schief gehen, dachte ich und machte mich auf den Weg zum Orleansplatz.

Treffen um 11 Uhr. Pünktlich um 10.55 Uhr schien dann die Sonne – in Strömen. Es regnete wie aus Kübeln und wir suchten erst einmal die nächste Lokalität auf. Einen Kaffee später hatte der Regen nachgelassen und so machten wir uns auf den Weg.

Ein Spaziergang wie eine Zeitreise – Stadtspaziergänger unterwegs mit AZ-Lesern

Ein Spaziergang in Haidhausen war geplant. Wir gingen die Wörthstraße hinunter und hinter dem Bordeauxplatz rechts in die Metzstraße. Abgebogen in die Preysingstraße fühlt man sich dann fast wie in ein altes Dorf verpflanzt. Eine Zeitreise beginnt. Die kleinen Herbergshäuschen, liebevoll gepflegt, eingebettet in bunte Blumenarrangements und zum Teil ganz eingewachsen, liegen verwunschen da. Kunsthandwerker fertigen dort schöne Objekte.

Vorbei am Kriechbaumhof, am Preysinggarten wieder Richtung Wörthstraße. Vor dem großen Obstladen rechts in ein kleines Gässchen, welches in der Verlängerung zur Johanniskirche führt. Auch dieser Weg ist bunt, zum Teil durch die Graffiti, mit viel künstlerischer Luft nach oben, aber auch wieder durch Blumen an den Fensterchen.

Ein Spalier mit Weinranken, an dem die Trauben noch ein bisschen zum Reifen brauchen, in einem kleinen Gärtchen. Vorbei an der Kirche, durch die Schloßstraße zum Max-Weber-Platz – und dann vorbei an einem Straßenschild ohne dazugehörige Straße, hinunter zur Kreppe.

Rechts die Schmiede und wieder schöne kleine Häuschen und am Ende des Gässchens der Wiener Platz.

Mit dem Wetter hatten wir dann aber doch großes Glück, denn bald nach unserem Aufbruch brach die Sonne wieder durch. So suchten wir zum Abschluss noch ein bisschen Schatten in einer kleinen Eisdiele – und mit jeweils einem großen Eisbecher endete der Stadtspaziergang.

Wir hatten eine tolle Gruppe, es gab gute Gespräche und ich denke, dass alle viel Spaß an diesem Tag hatten.

In diesem Sinne eine schöne Woche


Ihr

Sigi Müller

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