"Bavarian Taliban": ein Heimatabend
Zwischen Schuhplattler und Wasserpfeife, sprich Bayern und Afghanistan, bewegt sich ein Kunstprojekt mit Theater, das in der Ludwigsvorstadt Premiere feiert.
Ludwigsvorstadt - Bei einer Vorstellung mit Kunst und Theater im Viertel treffen Kulturen aufeinander: Es geht um einen Heimatabend unter dem Motto: "Bavarian Taliban". Der Bogen spannt sich von den Alpen bis zum Hindukusch. Die Künstler feiern am 21. April im Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Schwanthalerstraße 64 mit dem Projekt Premiere.
So viel haben die Veranstalter bereits zu dem Projekt verraten:
Mit der ambivalenten Kunstfigur des BavarianTaliban bewegen sich Hamon Tanin - geboren in Kabul - und Marcus Hank - geboren in München - seit Sommer 2012 im ungeschützten Freilandversuch im bayerischen Bergland rund um Watzmann und Königssee und damit auch zwischen den Kulturen, Klischees und Vorurteilen unserer Gesellschaft, sowie den unterschiedlichen Selbstverständnissen von Demokratie, Religion, Integration und Assimilation.
Im Heimatabend ergründen die BavarianTaliban ihre Identität zwischen Volkskultur und Brauchtum, Vortrag und Diskussion, Motorsäge und Wasserpfeife. So dokumentieren sie ihr Leben rund um den Königssee und Watzmann, sowie ihre wehrhafte Pflege von Tradition, Religion und Geschichte mit dem großen Ziel der Vereinigung aller Bergstämme.
Eine in den Alpen über Jahrhunderte herangewachsene und verfestigte Melange aus Abgrenzung, Vereinigung, Aufstand, Unterdrückung, Untertanengeist, Ressentiment, Fortschrittsgläubigkeit, Demokratiefeindlichkeit, Bigotterie, Fundamentalismus, Pragmatismus, Anpassung und Widerstand trifft hier auf sein zentralasiatisches Gegenstück. Bavaristan lebt!
Die Premiere am Sonntag, 21. April, in der Schwanthalerstraße 64 beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Weitere Infos: www.bavariantaliban.blogspot.com
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