Bauernmarktmeile auf der Ludwigstraße

Die Bauernmarktmeile auf der Ludwigstraße zeigt: Heimatliebe geht auch bei den Münchnern durch den Magen.
Linda Jessen |
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In der Riesenkanne gibt’s frische Milch.
Daniel von Loeper In der Riesenkanne gibt’s frische Milch.

Altstadt - Gummiartiger Gouda von Discounter? Zusammengeklebter Schinken? Haben keine Chance mehr bei den Konsumenten – könnte man zumindest meinen, wenn man sich den regen Betrieb vor der Feldherrnhalle am Sonntag ansieht. Zu der Genussmeile sind Bauern aus der Region angereist und verkaufen ihre Produkte.

Direkt mit dem Erzeuger in Kontakt kommen sollen die Münchner hier. Nun, streng genommen hätten dann gestern gackernde Hühner Waren feilbieten müssen und die frische Milch zum Probieren hätte eine freundlich schauende Kuh reichen müssen. Stattdessen konnten die Kinder dann halt an einer Plastikkuh das Melken üben. Oder mit der Hand in einer Box tasten, was darin lag – Wolle oder doch frisches Heu?

Vor Ort waren natürlich Bauern und Bäuerinnen aus ganz Oberbayern mit Käse, Salami, Straußensteaks oder frischen Säften im Angebot (und mit sehr viel mehr bayerischer Authenzität als die Wiesn).

Der Trend hin zu regionalen Waren ist nicht neu: Schon seit einiger Zeit wollen immer mehr Menschen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Ziegenkäse aus Andechs ist in, weit gereister Joghurt ist out. Gerade erst hat Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ein neues Qualitätssiegel vorgestellt. Das garantiert den bayerischen Ursprung der Ware und, dass sie bio ist (AZ berichtete).

Außerdem sollte die Ware saisonal eingekauft werden, empfehlen die Bauern am Sonntag. Und: nie mehr, als man auch verarbeitet. Um die Infostände mit Flyern der Münchner Wochenmärkte drängen sich Besucher, vor den Ständen auf der Marktmeile bilden sich am Sonntag teils lange Schlangen. Den Leuten scheint das Warten, anders als an der Supermarktkasse nichts auszumachen. Aber im Laden riecht’s halt auch nicht derart würzig nach Bergkäse, dass man meinen könnte, direkt beim Senner auf der Alm zu stehen.

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