700 Quadratmeter für Skater
Pasing - Geplant ist eine bis zu 700 Quadratmeter große Anlage östlich des Metrogeländes zwischen Paosostraße und der Straße Am Gleisdreieck. Entlang des Metrogeländes entsteht ein Fuß- und Radweg als Verbindung zur Paosostraße.
Die Anlage wurde gemeinsam mit dem Skateboarding-Verein München e. V. in einem zweiphasigen Planungsworkshop erarbeitet. Sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Skateboarder, Inliner und BMX-Fahrer sollen sie nutzen können.
Es wird zwei Bereiche geben. Im ersten Bereich gibt es sogenannte Streetelemente, also Rampen und Hindernisse, die sich an den Straßen einer Stadt orientieren. Die Elemente werden so zueinander platziert, dass sie Skater von einem zum anderen fahren können.
Der zweite Bereich ist die „Snake-Run-Area“. Sie besteht aus einer durchgehenden Mulde mit unterschiedlichen Neigungen und Fahrtiefen.
Für das Projekt sind rund 1,1 Millionen Euro veranschlagt, einschließlich einer Risikoreserve von rund 17 Prozent. Damit liegen die Planungen rund 200 000 Euro über den ersten groben Schätzungen. Das Baureferat begründet das mit einer aufwendigen Altlastensanierung. Voruntersuchungen ergaben deutliche Verunreinigungen des Bodens durch Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW). Zudem ist der Baugrund nur bedingt tragfähig und muss daher stabilisiert werden.
Der entstehende Fuß- und Radweg, der die Anlage mit der Paosostraße verbinden wird, folgt weitgehend den vorhandenen Wiesenwegen. Er wird etwa 435 Meter lang und drei Meter breit sein.
Ursprünglich sollte in diesem Frühjahr mit dem Bau begonnen werden, der Termin ist allerdings um ein Jahr verschoben. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Sommer 2016.
Derzeit gibt es über 30 Skateanlagen im gesamten Münchner Stadtgebiet, darunter der Hirschgarten-Bowl oder der Keyhole Park an der Fasanerie. Der Wunsch nach einer Halle für die Winterzeit wurde den Skatern allerdings noch nicht erfüllt.
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