Risikospiel: Polizei „betreut“ gewaltbereite Fußball-Fans

Beim Bayern-Spiel gegen den BVB am Samstag sieht die Polizei ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Deshalb werden 400 Beamte im Einsatz sein
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Die schreien nur – andere sind gewaltbereit: Fans des FC Bayern und der Dortmunder Borussia.
Zinken/dpa Die schreien nur – andere sind gewaltbereit: Fans des FC Bayern und der Dortmunder Borussia.

München - „Erlebnisorientierte Fans“ heißen im Polizeisprech jene, die mit Zahnschutz und Handschuhen kommen, jene, denen es weniger um den Sport als vielmehr um das Raufen geht. Am Samstag werden viele davon in München erwartet. Zum Bundesligaspiel des FC Bayern gegen Borussia Dortmund werden ungefähr 7000 Fans der Auswärtsmannschaft anreisen, gut 300 schätzt die Polizei als gewaltbereit ein, auch polizeibekannte Gewalttäter sind darunter.

Auf der Gegenseite rechnet die Polizei mit gut 100 gewaltbereiten Fans des FC Bayern. Das Spiel ist als eines mit „erhöhtem Sicherheitsrisiko“ eingestuft. Die Münchner Polizei wird mit 400 Beamten im Einsatz sein.

„Wir können leider nicht unbelastet in diese Partie reingehen“, sagt der leitende Polizeidirektor Günter Süßbrich. Zwar habe es beim letzten Spiel des BVB in München nur einzelne Delikte gegeben: Körperverletzung, Raub – aber keine Auseinandersetzungen größerer Fangruppen. Und es gebe auch keine konkreten Hinweise auf geplante Gewaltaktionen. „Aber das ist nicht vorhersehbar“, sagt Günter Süßbrich. „Beim Champions League Finale in London gab es einen Angriff von Dortmund-Anhängern auf Bayern-Fans. Danach hatte man eine Rache befürchtet. Bisher war nichts. Aber es gibt verfeindete Gruppen.“

Die Münchner Polizei hat deshalb ihr Aufgebot verstärkt und „betreut“ die Fans, mit denen es Schwierigkeiten geben könnte. „Der Einsatz beginnt in der Innenstadt“, sagt Süßbrich. Wir begleiten diese Fangruppen dann ins Stadion und achten darauf, dass es kein Aufeinandertreffen mit anderen gewaltbereiten Gruppen gibt.“

Neben dem Aufgebot an Beamten vor Ort will die Polizei auch im Netz über den Einsatz informieren: Via Facebook und Twitter werden aus dem Präsidium Infos zur Sicherheits- und Verkehrslage sowie Verhaltenstipps verbreitet.

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