Rentnerin (77) vergisst 1200 Euro auf Zugtoilette

München - Am Sonntagnachmittag warteten Beamte der Bundespolizei am Bahnsteig 12/13 des Münchner Hauptbahnhofs, als plötzlich eine 77-jährige Frau völlig aufgelöst auf sie zukam. Sie erzählte ihnen, dass sie ihre Bauchtasche, mit 1.200 Euro, in der Zugtoilette vergessen habe. Kurz vor der Ankunft in München benutzte sich noch die Toilette, nach dem Ausstieg fiel ihr dann die fehlende Tasche auf. Da war der Zug aber schon zur Reinigung aus dem Bahnhof gefahren.
Nach der Reinigung wurde der Zug 30 Minuten später für die Weiterfahrt bereitgestellt. Die Beamten nutzten die Zeit zunächst, um bei sämtlichen Stellen der Deutschen Bahn Nachforschungen anzustellen. Auch der bereitgestellte Zug wurde am Hauptbahnhof nochmals von Bundespolizisten abgesucht - leider ohne Erfolg.
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Währenddessen war die 77-Jährige mit den Nerven am Ende; sie wartete auf der Wache am Gleis 26
Als die Beamten den Fall schon "abgehakt" hatten und von einer Unterschlagung ausgingen, meldete sich gegen 15:30 Uhr ein Reinigungsmitarbeiter. Er hielt eine schwarze Bauchtasche in der Hand, in der sich noch das gesamte Bargeld der 77-Jährigen befand.
Ein 50-jähriger Mitarbeiter hatte die Tasche bei der Reinigung gefunden und bei seinem Vorarbeiter abgegeben. Die Mannheimerin war nun überglücklich: "Oh Gott, was bin ich froh. Es ist schön zu wissen, dass es doch noch so ehrliche Menschen gibt!".
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Für den Reiniger ließ die Frau 50 Euro Finderlohn bei der Bundespolizei, die diese dem ehrlichen Finder zukommen ließ. Dieser Freude sich dann seinerseits. Gerührt sagte er: "das gehört sich so, dass man etwas Gefundenes abgibt".