Rechts der Isar: Verdacht auf Datenmanipulation
Wegen Auffälligkeiten bei den gemeldeten Lebertransplantationen am Münchner Klinikums rechts der Isar wird offenbar der Verdacht auf gravierende Datenmanipulation überprüft.
München - Laut einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazin „Focus“ könnten Ärzte in manchen der neun untersuchten Fälle Daten leberkranker Patienten manipuliert haben, um sie kränker erscheinen zu lassen.
Auch gebe es den Verdacht, dass manchen Patienten ein besserer Gesundheitszustand bescheinigt wurde, als er tatsächlich war, um damit eine Transplantation zulässig zu machen. Bundesärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery sagte dem Magazin, es gehe zunächst „um falsche Laborwerte“, aber auch „um Patienten, die aufgrund ihrer fortgeschrittenen Tumorleiden nicht mehr hätten transplantiert werden dürfen“.
Am Donnerstag hatte die Klinik nach einer internen Überprüfung aller 163 Lebertransplantationen Auffälligkeiten bei neun Fällen eingeräumt. Die Informationen wurden zur Prüfung an die Bundesärztekammer sowie an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
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